Trauer um Jacqueline Stuhler: Die langjährige Moderatorin des "ARD-Buffets" ist am Samstag in Friolzheim im Enzkreis nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Das teilte der SWR mit, für den Stuhler über Jahrzehnte hinweg vor der Kamera stand. "Jacqueline Stuhler war eines der prägenden Gesichter des SWR", sagte SWR-Intendant Kai Gniffke. "Sie hat genau hingehört, die Menschen ernst genommen und auch komplexe Themen verständlich gemacht. Mit ihr verlieren wir eine kluge Journalistin und zugewandte Moderatorin."
1956 in Lindau geboren, arbeitete Jacqueline Stuhler nach ihrem Volontariat bei der "Nürnberger Zeitung" und dem Studium der Theaterwissenschaft in Erlangen ab 1980 zunächst als Reporterin beim Bayerischen Rundfunk und moderierte dort Jugendsendungen wie "Zündfunk" oder "Live aus dem Alabama". Auch für den WDR war sie aktiv. Die Kindersendung für Kinder "Links und rechts vom Äquator" war in der ARD zu sehen.
Ab 1990 leitete Stuhler die Redaktion Innenpolitik des damaligen Süddeutschen Rundfunks (SDR) und verantwortete die Sendung "Pro und Contra" und das "Schlaglicht" im Dritten. Diese Sendung mit dem Thema der Woche präsentierte sie neben den aktuellen Nachrichten. 1998 wurde sie ins Gründungsteam des "ARD Buffet" gerufen und moderierte die Ratgebersendung über elf Jahre hinweg. Zudem moderierte sie den "SWR Wortwechsel", die Gesprächsreihe "Leben! Was Menschen bewegt" und prägte das landespolitische Magazin "Ländersache".
Bereits 1982 wurde Jacqueline Stuhler im Ernst-Schneider-Preis für Wirtschaftsjournalismus 2001 erhielt sie außerdem den Hans-Bausch-Mediapreis, den Wissenschaftspreis für gesellschaftliche Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten.
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