Dabei müsse das Thema Doping eine zentrale Rolle spielen, so die Intendantin am Freitag vor dem Rundfunkrat des WDR. Piel sprach sich grundsätzlich für eine Fortsetzung der Berichterstattung vom Radsport aus. Dabei müssten aber wirksame Anti-Doping-Klauseln in die Verträge eingebaut werden. Zudem müssten Regelungen gefunden werden, die sich auch auf andere Sportarten übertragen ließen. In diesem Zusammenhang nannte Piel die Leichtathletik-WM im August in Osaka und die Olympischen Spiele 2008 in Peking.Piel erinnerte daran, dass es die ARD mit der Sendung "Beckmann" war, die die neue Welle der Doping-Geständnisse ins Rollen gebracht habe. Aktuelle Entwicklungen hätten ausführlich Eingang ins Programm gefunden, über Doping sei auch im Sport immer schon berichtet worden. Mit der Einrichtung einer Doping-Redaktion habe der WDR die Relevanz dieses Themas deutlich unterstrichen.
Würde die ARD ihr Engagement jetzt beenden, bestrafe sie eine Sportart, die sich - wenn auch viel zu spät - um Aufklärung bemühe. Letzteres gelte nicht für alle Sportarten. Die ARD behalte sich vor, auf neue Erkenntnisse oder aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Derzeit werde der Senderverbund die Option zur Übertragung der Tour de France 2009 nicht ziehen. Eine Entscheidung solle erst nach dem Ende der Radsport-Saison 2007 getroffen werden. Außerdem werde die ARD bis auf weiteres keine ehemaligen Profi-Radsportler als Co-Kommentatoren in der Live-Berichterstattung einsetzen (DWDL.de berichtete).
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