Der WDR plant eine kritische Sportsendung, die die Hintergründe des Geschehens in den Arenen investigativ aufbereitet. Einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Rundschau" hat der Sender gegeüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigt. Unter der Leitung von Sportchef Steffen Simon entwickle die Redaktion derzeit die Sendung "Sport inside". Die Sendung soll ab dem 27. August jeweils montags um 22:45 zu sehen sein.

Hintergrund der Entscheidung für das neue Format sind dabei zum einen das Bemühen um eine kritischere Berichterstattung, zum anderen aber auch die bröckelnden Quoten der regionalen Sportberichterstattung des WDR. So bleibt die Sendung "Sport im Westen" hinsichtlich ihrer Zuschauerzahlen hinter den Erwartungen zurück.
 


Die neue Sendung soll eine Länge von 30 Minuten haben und aus je drei unmoderierten Beiträgen bestehen. Ähnliche Sendungen, die sich nicht nur mit der Dokumentation von Sport-Ereignissen und der Analyse der Ergebnisse beschäftigen, gab es bereits vor einigen Jahren. So zum Beispiel die Sendung "Sport unter der Lupe" des SWR.

Auch das ZDF hatte mit der Sendung "Sportspiegel" bis 1996 eine kritische Sendung im Programm. Das Interesse der Zuschauer an den Hintergründen war am Ende allerdings zu gering. Noch im vergangenen Jahr sagte Steffen Simon während einer Fachtagung, man müsse die kritischen Inhalte nicht aufgeben, sondern sie nur den Bedürfnissen der Zuschauer entsprechend gestalten.

Neben "Sport inside" soll ab Mitte August zudem die Call-In-Sendung "Arnd Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" auf den Sender gehen. Zudem will der WDR wie die "Frankfurter Rundschau" weiter berichtet, die Handball-Berichterstattung ausbauen.