Jetzt wollen auch die Privatsender an den Gebührentopf. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, sprach Jürgen Doetz, Präsident der Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), während einer Mitglieder-Versammlung in der vergangenen Woche von Überlegungen, für die privaten Anbieter künftig einen Teil der Rundfunkgebühren zu fordern. Damit solle Doetz zu Folge der private Rundfunk gestärkt werden. Ein ähnliches Modell gebe es bereits in der Schweiz.Als Argument für eine Beteiligung an den Rundfunkgebühren führte VPRT-Vizepräsident Tobias Schmid an, Public Value sein kein Privilieg von ARD und ZDF, da auch das Privatfernsehen zur gesellschaftlichen Vielfalt beitrage.
Die öffentlich-rechtlichen Sender stimmten kürzlich einem dreistufigen Testverfahren zu, in dem der gesellschaftliche Nutzen von neuen Medienangeboten, zum Beispiel über das Internet, erörtert werden soll. Insbesondere in den Vorstößen von ARD und ZDF, ihre Programm künftig auch verstärkt über neue digitale Plattformen zu vertreiben, sehen die privaten Anbieter eine Gefahr der Wettbewerbsverzerrung.



