Bild: SWR/Rafael KrötzDer Rundfunkrat des Südwestrundfunks hat am Freitag den Haushaltsplan für das kommende Jahr genehmigt, nachdem bereits die Mitglieder der beiden Landesrundfunkräte darüber beraten hatten. Für 2008 erwartet der SWR demnach Einnahmen in Höhe von 1,12 Milliarden Euro, ein Steigerung um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Aufwendungen für 2008 sind mit 1,11 Milliarden Euro angesetzt. Die Ausgaben steigen gegenüber dem Vorjahr somit deutlich stärker, und zwar um 3,7 Prozent. Begründet wird die Steigerung mit den Kosten für die Übertragung der beiden Sportgroßereignisse Olympische Spiele und Fußball-EM. Dennoch soll unter dem Strich ein kleiner Überschuss bleiben.


Intendant Peter Boudgoust (Foto) betonte theatralisch: "Wir rufen nicht, wie manche Privatsender, ein Unternehmensziel von 30 Prozent Rendite aus. Unser Unternehmensziel ist Programm, und das merkt man dem Haushaltsplan auf jeder Seite an." Alles andere wäre für einen öffentlich-rechtlichen Sender allerdings auch nicht denkbar.

Am Freitag wurden auch die Gremienspitzen verabschiedet. Die Sitzung war die letzte für den  den Vorsitzenden des Rundfunkrates Hans Lambert, den Vorsitzenden des Verwaltungsrates Dr. Lorenz Menz und den Vorsitzenden des Landesrundfunkrates Baden-Württemberg Horst Bäuerle. Verabschiedet wurden in Baden-Baden zudem drei Ausschussvorsitzende. SWR-Intendant Peter Boudgoust sprach in der Sitzung von der "Gründungsgeneration", die die Arbeit des SWR seit 1998 begleitet habe und den Sender nun verlasse. Die Nachfolger der jetzt ausgeschiedenen Mitglieder werden in der konstituierenden Sitzung des Rundfunkrates am 18. Januar 2008 in Stuttgart gewählt.