Foto: RTL © RTL
Diesmal: Martin Stosch

Die alljährliche Abrechnung mit "DSDS" ist da

 

Bei "DSDS" sind eigentlich mehrere Dinge sicher: Die "Superstars" verschwinden nach einiger Zeit in der Versenkung, und die Verlierer rechnen stets pünktlich zur nachfolgenden Staffel mit dem Format ab.

von Uwe Mantel
17.01.2008 - 14:09 Uhr

Foto: RTL"Es geht bei 'DSDS' nicht darum, junge Künstler zu unterstützen, sondern nur um die Einschaltquote! Für mich ist 'DSDS' reine Geldmacherei!" Wer würde diesen Sätzen von Martin Stosch, der bei der letzten "DSDS"-Staffel im Finale Mark Medlock unterlag, widersprechen wollen? Die Frage ist nur: Wie blauäugig muss man sein, um vorher anderes zu erwarten?

Alle Jahre wieder lässt einer der ehemaligen "DSDS"-Teilnehmer medienwirksam seinen Frust über den ausbleibenden Erfolg nach dem Ende der Castingshow heraus und zieht über "Deutschland sucht den Superstar" und RTL her. Zufällig meist zum Start einer neuen "DSDS"-Staffel, die natürlich auch rein zufällig mit der Veröffentlichung einer CD zusammenfällt, von der man sich nun endlich den Durchbruch erhofft und zeigen will, wie man wirklich ist.


So ist das auch bei Martin Stosch, der sich von RTL mies behandelt fühlt, wie er nun in einem Interview mit der "Bravo" erzählt. Erst habe man ihm bei "DSDS" die Rolle des "langweiligen Schwiegersohns mit den tiefblauen Augen aufgezwängt", das gar nicht zutreffe - schließlich sei er in Wahrheit "aufgedreht und witzig" - und dann habe man ihn nach der Show "eiskalt fallen" lassen. Andere Sender hätten ihn nicht einladen wollen, weil er ein RTL-Star sei, RTL selbst habe ihm jedoch auch zu verstehen gegeben, dass er seinen Song nicht in einer RTL-Sendung performen darf. "Ich sitze zwischen den Stühlen", so Stosch. Dazu kam noch, dass die Plattenfirma, an die er direkt nach der Staffel vertraglich gebunden war, einen versprochenen Song mit ihm immer wieder aufgeschoben habe. Zu einem anderen Label wechseln durfte er aber auch nicht. "Das war fies", sagt Stosch heute dazu.

Und fies war ohnehin auch die ganze Sendung. Er habe das Gefühl gehabt, dass "die Zuschauervotings Fake sein könnten", so Stosch. Schließlich seien den Kameramännern "mysteriöse Zettel" zugesteckt worden, auf denen er die Namen der Rausgewählten vermutet - und das, obwohl zu dieser Zeitung die Leitungen angeblich noch offen waren. Alles in allem bleibt Martin Stosch nur ein Fazit: "Ich würde da nicht mehr mitmachen. Und ich kann es auch niemandem empfehlen." Dennoch sind auch in dieser Staffel dieser Empfehlung wieder Tausende nicht nachgekommen. Die Abrechnung 2009 dürfte also wieder gesichert sein.

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