DSF hat große Pläne für die Zukunft
Im Oktober zeigt das DSF das Rückspiel des Hamburger SV bei Dnjpr Dnipropetrowsk in der Ukraine und nimmt fortan auch Spiele des Uefa-Cups ins Programm, die vorher ausschließlich bei ARD und ZDF zu sehen waren. Vorerst bleibt es aber bei der einmaligen Übertragung eines Uefa-Cup Spiels, da die öffentlich-rechtlichen Anstalten noch die Ausstrahlungsrechte besitzen.Für die Zukunft wünscht sich Rainer Hüther, Chef des Deutschen Sportfernsehens, mehr Top-Spiele dieser Art. Und nächstes Jahr könnte dieser Traum schon Wirklichkeit werden. 2004 läuft der Vertrag von ARD und ZDF mit der Uefa aus und das DSF kann mit von der Partie sein - bei der Versteigerung der Rechte um den Uefa-Cup. Hüther hofft in der Süddeutschen Zeitung, dass die öffentlich-rechtlichen aus Kostengründen das Interesse an bedeutsamen Ereignissen wie diesen verlieren und so das DSF zum Zuge käme.
Chancen hätte man auf jeden Fall, denn die finanziellen Sorgen durch die Kirch-Insolvenz, in denen die Zukunft des Senders ungewiß war und man sparen mußte, sind durch den neuen Eigentümer Karstadt/Quelle vorbei. Schon seit einigen Wochen zeigt man Sonntags exklusiv die erste Fußball-Bundesliga und auch andere Ligen wie die Handball-Liga oder die Basketball-Bundesliga sind im Programm präsent.
Für die Zukunft plant Hüther dem Programm zwischen 18 und 24 Uhr täglich ein festes Profil zu geben. Und auch finanziell erhofft man sich einiges: man plant bei Werbeerlösen von 90 Millionen Euro zum Ende des Jahres nur noch ein Defizit von maximal fünf Millionen Euro präsentieren zu können. Gewinne sollen erstmals im kommenden Jahr erzielt werden. Laut Hüther ist das "ein unverrückbares Ziel."



