In einem Interview mit der Zeitschrift "Focus" wehrt sich Jörg Rockenhäuser, Deutschland-Chef des Finanzinvestors Permira, gegen die Kritik an der Politik seines Unternehmens nach der Übernahme der ProSiebenSat.1-Gruppe. "Wir fallen nicht über unternehmen her, grasen sie ab und ziehen dann weiter. Vor uns muss sich niemand fürchten", so Rockenhäuser.Der aktuellen Kritik, die ProSiebenSat.1-Gruppe habe derzeit auf Grund der Interessen der neuen Gesellschafter Probleme, tritt Rockenhäuser entgegen. "Keiner fährt das Unternehmen gegen die Wand. Die Verschuldung erscheint vielleicht hoch, ist aber nicht zu hoch", sagte er dem "Focus". So sei die Verschuldung "Bestandteil unseres Geschäftsmodells, das solide durchgerechnet ist".
Eine klare Absage erteilte Rockenhäuser einem Verkauf des Senders Sat.1. Anfang April hatte Premiere-Chef Börnicke mit seiner Aussage, sein Unternehmen wolle Sat.1 übernehmen, für Wirbel. "Aus unserer Sicht als Aktionäre macht das überhaupt keinen Sinn. Sat.1 wird nicht verkauft", so Rockenhäuser zum "Focus".
Statt dessen, so beteuert Rockenhäuser plane man langfristig mit der Fernsehgruppe. "Dass wird Herausforderungen im Fernsehmarkt bewältigen können, haben wir bereits bei Premiere gezeigt. Der Pay-TV-Sender stand kurz vor der Insolvenz, als wir einstiegen und Premiere in die schwarzen Zahlen führten", so Rockenhäuser.



