Bild: RBB/ARD Hauptstadtstudio/Steffen JänickeDem Brandenburger Ministerpräsidenten Matthias Platzeck gefällt das Programm des RBB nicht. Der Sender, der im Jahr 2003 aus den Anstalten ORB und SFB hervorging, richtet seine Berichterstattung in den Augen des Politikers zu stark auf die Hauptstadt Berlin aus. Das sagte Platzeck Berichten zu Folge auf einer Veranstaltung vor Berliner Kauflauten und Unternehmern.

Diese Kritik weist der RBB weit von sich. "Wir gestalten unser Programm nach journalistischer Relevanz. Mal überwiegen Brandenburger Themen, mal Berliner. Die Mischung stimmt. Unsere Zuschauer holen sich das, was sie interessiert, und ausweislich unser Quoten fühlen sich Brandenburger und Berliner wohl im Programm", sagte RBB-Fernsehchefin Claudia Nothelle in einem Interview mit dem "Tagesspiegel".
 

 
Von einer Quote, die die Beteiligung von Gästen aus Brandenburg in Talkshows des RBB regelt, hält Nothelle nichts. "Nichts ist so unsinnig wie eine Quotenregelung, wie das Zählen von Personen und Minuten. Das gibt es bei uns nicht", sagte die Fernsehchefin dem "Tagesspiegel". Nothelle zu Folge gibt es in Berlin und Brandenburg annähernd gleich viele Zuschauer, so dass eine Ausrichtung auf Berlin wegen der höheren Bevölkerungsdichte in Sachen Einschaltquoten ohnehin keinen Sinn ergeben würrde. "Im Übrigen ist das eine rein akademische Diskussion, die mit dem wirklichen Sehverhalten nichts zu tun hat", so Nothelle.