Logo: ARDDie größeren Landesrundfunkanstalten der ARD greifen dem derzeit klammen Sender RBB unter die Arme: WDR, SWR, NDR, BR und MDR geben den Berliner Kollegen ein zinsloses Darlehen in Höhe von 20 Millionen Euro. Das Geld wird in zwei Tranchen zu je zehn Millionen Euro in diesem und dem nächsten Jahr überwiesen und muss vom RBB später zurückgezahlt werden.

RBB-Intendantin Dagmar Reim zeigte sich angesichts der Entscheidung der Intendanten-Kollegen, die am Mittwoch bei einer gemeinsamen Sitzung in München getroffen wurde, erleichtert: Das Darlehen "sorgt neben unseren eigenen fortgesetzten Sparanstrengungen für den Erhalt unserer Leistungskraft", sagte sie.
 


Auch ARD-Chef Peter Boudgoust (SWR) ist mit dem Ergebnis zufrieden: "Das war keine einfache Entscheidung in diesen für uns alle schwierigen Zeiten. Aber es zeugt von Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein innerhalb der Arbeitsgemeinschaft".

Der RBB hat derzeit unter einem Einnahmerückgang auf Grund der Befreiung zahlreicher Zuschauer im Großraum Berlin von der Rundfunkgebühr zu leiden. Neben weiteren Sparbemühungen hatte das auch bereits Einschnitte ins Programm zur Folge. So wurden die Sendung "Polylux" und die Hörfunkwelle Radio Multikulti eingestellt.