Gut zwei Monate nach dem Start passiert also das, was irgendwann absehbar wurde: Trotz aller Bekundungen, an der Serie festhalten zu wollen, waren die anhaltend schlechten Einschaltquoten nicht mehr weg zu diskutieren. Statt der geplanten 200 Folgen werden nur 100 Episoden der Vorabendserie "Eine für alle - Frauen können's besser" produziert und ausgestrahlt. Darauf verständigte sich gestern die ARD mit den Produzenten der Bavaria Fernsehproduktion/Rubicon Filmproduktion. Das Team wurde bereits am Montag darüber informiert.
Aktuell strahlt Das Erste am heutigen Mittwoch Folge 46 der Serie aus. Das Ende der Serie wäre damit nach jetzigem Stand für den 14. Oktober terminiert. Trotz schlechter Einschaltquoten wird die Serie damit aus Mangel an alternativen Programmen noch dreieinhalb Monate im Programm bleiben. Die ARD kündigte aber bereits an, an neuen Formaten für den "Problemprogrammplatz U3", wie er intern genannt wird, zu arbeiten.
Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, sagte am Mittwoch zu dem vorzeitigen Aus der Serie: "Leider hat 'Eine für alle' nicht den gewünschten Erfolg beim Publikum. Auch nach mehr als zwei Monaten ist keine positive Tendenz in der Zuschauerentwicklung festzustellen. Ich möchte aber noch einmal den Darstellern sowie dem Redaktions- und Produktionsteam für ihre intensive Arbeit und ihr großes Engagement danken."
Noch Anfang Mai wurde mit Jürgen Werner ein neuer Chefautor an Bord geholt und mit Alexander Ollig, der erst kurz zuvor vom ZDF zur Bavaria gewechselt war, auch ein neuer Executive Producer ins Team geholt (DWDL.de berichtete). Doch die Geduld, deren mögliche Änderungen am Format und die Auswirkungen auf die Einschaltquote abzuwarten, brachte man offensichtlich nicht mehr auf.
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