Mit einer neuen Show für Jay Leno werktags um 22 Uhr führte NBC die horizontale Programmierung in der Primetime ein und kürzt damit die Sendeplätze für die in den USA so dominanten Serien. Ob der Zuschauer diese letzte Programm-Innovation von Silverman annehmen wird, zeigt sich erst ab Herbst. Die Produktionsbranche ist allerdings schon seit der ersten Ankündigung geschockt. Radikaler hat bislang noch kein US-Network versucht die Kosten zu senken, auch wenn der Anteil an Non-Fiction im US-Fernsehen generell seit längerem zunimmt.Im vergangenen Jahr brach Silverman bereits andere Regeln im amerikanischen Fernsehgeschäft. So entschied er sich gegen die klassischen "Upfront"-Veranstaltungen, in denen die großen US-Sender immer im Mai ihr Programm für die nächste Saison präsentieren. "In dem Moment in dem ich bei NBC angefangen habe, war mir klar, dass wir es nie wieder so machen werden", erklärte Silverman 2008 im Interview mit DWDL.de seine um mehrere Wochen vorgezogene Programmpräsentation. Erster sein wollte Silverman, um die Werbeindustrie früher in neue Serien und Formate einbinden zu können. Doch die sprang darauf nicht an.
Dann wollte Silverman das Ende der klassischen Fernsehsaison und mit ihr das Ende von Staffeln mit 22 Folgen ausrufen. Es sei Unsinn, dass alle Fernsehsender ihre neuen Programme immer gleichzeitig im September einstarten, nur weil es früher mal von Werbekunden so gewünscht war. Silverman 2008 gegenüber DWDL.de: "Der Zuschauer interessiert sich nicht für eine TV-Saison wie wir sie kennen. Das Publikum will das ganze Jahr über unterhalten und bewegt werden. All diese Regeln die einmal aufgestellt wurden, damit die Autoindustrie ihre Wagen verkauft bekommt, müssen nach 50 Jahren endlich einmal überprüft werden, so dass wir uns auf den Zuschauer fokussieren."
Dann versuchte Silverman die Web-Serie "Quarterlife" ins Fernsehen zu bringen - und scheiterte auch damit spektakulär. Um teils irrwitzige Erklärungen für solche Rückschläge war Silverman nie verlegen - und sein Lachen schien ihm dabei auch nicht zu vergehen. Sein flotter Kommentar etwa zum Unterschied von europäischem und amerikanischem Fernsehen: "Im amerikanischen Fernsehen darf jeder eine Waffe haben, aber keinen Sex. Im europäischen Fernsehen darf jeder Sex haben, aber keine Waffe. Ich liebe Europa."
Dort fing auch sein Erfolg an. Er holte das britische Format "Who wants to be a millionaire" in die USA. Als ABC zuschlug und ihm das Format abkaufte, begann Silvermans steile Karriere mit eigener Produktionsfirma und zahlreichen Auszeichnungen Dann kam der Seitenwechsel zu NBC. Nach dem Ausstieg dort will sich Silverman ab Herbst jetzt mit einer neuen Firma um die Produktion von Multiplattform-Inhalten kümmern und hier Produzenten, Kreative und Werber noch näher zusammenbringen. Es klingt wie das, was er schon beim Riesen NBC versuchte und dort zumindest nicht erreichte. Aus seiner Leidenschaft und seinem festen Glauben an neue Plattformen machte Silverman jedenfalls nie ein Geheimnis.
"Programme werden weiterhin in der Primetime gestartet, aber wir müssen mit dem Content überall dahin gehen, wo die Zuschauer ihn konsumieren wollen. Egal ob sie es auf NBC.com, auf ihrem Handy oder ihrem IPod sehen wollen. Wir müssen nur einen Weg finden, um dies auch messen zu können, damit wir und letztlich unsere Werbekunden von den neuen zusätzlichen Zuschauerschaften profitieren können. Eins ist klar: Die Zukunft von Video im Internet - das wird nicht die Katze sein, die ins Klo pinkelt", erklärte Silverman vergangenes Jahr im Gespräch mit DWDL.de. In jenem Hotelzimmer in Luzern.
Dort fing auch sein Erfolg an. Er holte das britische Format "Who wants to be a millionaire" in die USA. Als ABC zuschlug und ihm das Format abkaufte, begann Silvermans steile Karriere mit eigener Produktionsfirma und zahlreichen Auszeichnungen Dann kam der Seitenwechsel zu NBC. Nach dem Ausstieg dort will sich Silverman ab Herbst jetzt mit einer neuen Firma um die Produktion von Multiplattform-Inhalten kümmern und hier Produzenten, Kreative und Werber noch näher zusammenbringen. Es klingt wie das, was er schon beim Riesen NBC versuchte und dort zumindest nicht erreichte. Aus seiner Leidenschaft und seinem festen Glauben an neue Plattformen machte Silverman jedenfalls nie ein Geheimnis."Programme werden weiterhin in der Primetime gestartet, aber wir müssen mit dem Content überall dahin gehen, wo die Zuschauer ihn konsumieren wollen. Egal ob sie es auf NBC.com, auf ihrem Handy oder ihrem IPod sehen wollen. Wir müssen nur einen Weg finden, um dies auch messen zu können, damit wir und letztlich unsere Werbekunden von den neuen zusätzlichen Zuschauerschaften profitieren können. Eins ist klar: Die Zukunft von Video im Internet - das wird nicht die Katze sein, die ins Klo pinkelt", erklärte Silverman vergangenes Jahr im Gespräch mit DWDL.de. In jenem Hotelzimmer in Luzern.
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