Lena Meyer-Landrut © Indrek Galetin/EBU
Entscheidung steht aus

Städtepoker: Fördergelder für den Song Contest?

 

Wohl erst nach den Sommerferien wird sich entscheiden, in welcher deutschen Stadt im kommenden Jahr der Eurovision Song Contest stattfindet. Laut einem Bericht geht es auch um mögliche Fördergelder.

von Jochen Voß
30.06.2010 - 11:26 Uhr

Eurovision Songcontest 2011Nach wie vor arbeitet der NDR an einer Lösung für den Eurovision Song Contest im kommenden Jahr. Nachdem Lena Meyer-Landrut den Wettbewerb vor wenigen Wochen in Oslo gewonnen hat, steht die für Deutschland federführende Landesrundfunkanstalt vor der Frage, wo die Veranstaltung im kommenden Jahr stattfinden wird. Vor allem Berlin, Köln, Hamburg und Hannover wetteifern darum, Austragungsort zu werden. Welche Stadt den Zuschlag bekommt, ist vor allem auch davon abhängig, wo sich eine derartige Mammutveranstaltung überhaupt realisieren lässt.

Auf den NDR kommen mit der Ausrichtung des ESC im kommenden Jahr hohe Kosten zu. Als erste Schätzung stehen 25 Millionen Euro im Raum. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" versuchen die Städte nicht nur mit ihren logistischen Möglichkeiten, sondern auch mit eventuellen Fördergeldern beim NDR zu punkten. "Natürlich spielt Geld eine tragende Rolle", zitiert die Zeitung einen Beteiligten aus Hannover. Auch aus Berlin ist zu hören, dass finanzielle Unterstützungen ein Thema sind.
 

 
Vom NDR heißt es auf DWDL.de-Nachfrage, dass man mit den interessierten Städten im Gespräch sei. "Ein endgültiges Ergebnis kann es erst nach den Sommerferien geben", so Sprecherin Iris Bents. Und was gibt nun den Ausschlag für den Zuschlag? "Die Entscheidung wird nach zahlreichen inhaltlichen und logistischen Gesichtspunkten getroffen", so Bents. Dazu zähle, welche fernsehtaugliche Halle in welcher Stadt zu welchen Kosten für einen Zeitraum von rund sechs Wochen verfügbar ist und wie es um Hotel- und Verkehrsinfrastruktur bestellt ist. "Nach diesen Kriterien wird die inhaltlich sinnvollste und aus Kostengesichtspunkten günstigste Lösung erarbeitet", erklärt Bents. Die Entscheidung falle in Abstimmung mit ARD und EBU.

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