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Bevorzugung?

Widerstand gegen Sponsoring-Verbot für ARD und ZDF

 

Einer der auffälligsten Beschlüsse der Ministerkonferenz war die zeitliche Beschränkung des Programm-Sponsorings. Ausnahmen sieht diese nur wenige vor - zu wenige, wie mehrere Kritiker nun bemängeln.

von Christian Henz
02.12.2010 - 13:59 Uhr

Foto: Pixelquelle
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Der Bundestag-Sportausschuss hat sich gegen die geplante Einschränkung des Programm-Sponsorings der Öffentlich-Rechtlichen gestellt. Laut einer Meldung von satundkabel.de haben sich die fünf Fraktionen gemeinsam gegen die entsprechende Neuregelung im Rundfunkstaatsvertrages ausgesprochen. Dieser soll 2013 in Kraft treten und sieht eine Begrenzung der Sponsoringmöglichkeiten für ARD und ZDF auf bestimmte Zeitfenster vor. Ähnlich der Werberegelung gilt an Werktagen nach 20 Uhr sowie generell an Sonn- und Feiertagen ein Sponsoring-Verbot.

Vor allem Michael Vesper, Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sieht durch die angestrebte Neuregelung Probleme auf den Sportbereich zukommen: "Damit wird Verbänden wie dem Skiverband eine der wichtigsten Finanzierungsgrundlagen entzogen. Es ist eine Illusion, dass die Mittel 1:1 übergehen in die Übertragung von privaten Sendern. Die Mittel gehen dem Sport verloren", so Vesper gegenüber dem Bundestags-Sportausschuss.



Auch würde Deutschland als potentieller Standort für Sport-Großereignisse durch das Sponsoring-Verbot geschwächt. Nach jetzigem Stand sieht die Regelung nur Ausnahmeregelungen für Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft und Fußball-Weltmeisterschaften, einzelne DFB-Pokalspiele und Olympische Spiele vor. In Vespers Augen eine klare Benachteiligung von weniger populären Sportarten und deren Haupt-Ereignissen. Hubert Schwarz, Verwaltungsdirektor des Deutschen Skiverbandes (DSV) stieß bereits ins gleiche Horn und kritisierte eine "einseitige Bevorzugung des Fußballs".

Ob die Einwände bei den verantwortlichen Ministerpräsidenten allerdings noch Gehör finden werden, ist mehr als fraglich. Diese hatten bereits betont, die Liste der Sonderregelungen nicht erweitern zu wollen. Statt dessen würde man die auf der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossene Regelung am 15. Dezember mit der Unterzeichnung des Rundfunkstaatsvertrages wie geplant auf den Weg bringen.

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