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Neuer Schimanski?

WDR schickt drittes "Tatort"-Team ins Rennen

 

Nach Schimanski kehrt der "Tatort" wieder ins Ruhrgebiet zurück. Das kündigte WDR-Intendantin Monika Piel an, die nun auch ARD-Vorsitzende ist. Im weitreichenden Betrugsfall beim Kika kritisierte sie unterdessen indirekt auch das ZDF.

von Alexander Krei
02.01.2011 - 16:14 Uhr

Bild: WDR/SachsDie "Tatort"-Familie bekommt Zuwachs und kehrt wieder ins Ruhrgebiet zurück. Das kündigte WDR-Intendantin Monika Piel im Gespräch mit den WAZ-Zeitungen an. "Wir sind dabei, einen neuen ,Tatort' fürs Ruhrgebiet zu entwickeln", so Piel.

Wo genau der neue "Tatort" spielen soll, wollte sie jedoch nicht sagen - spekuliert wird über ein neues Kommissariat in Dortmund. Schon jetzt steuert der WDR mit Köln und Münster zwei "Tatorte"-Ermittlungsteams bei. Zudem soll auch eine der Vorabend-Krimiserien in Nordrhein-Westfalen angesiedelt sein. "Das Format soll auf jeden Fall witziger sein als ein normaler Krimi. Und da passen Revier-Leute gut rein", sagte Piel.

In den kommenden beiden Jahren muss sich die WDR-Intendantin allerdings auch um andere Themen kümmern: Seit Jahresbeginn ist Piel neue ARD-Vorsitzende - und sieht sich mit harten Sparmaßnahmen konfroniert. "Das geht innerhalb der ARD am besten durch Synergien und Kooperationen, ist aber auch extrem schwierig, weil jede einzelne ARD-Anstalt autonom ist." In diesem Fall helfe nur Überzeugungsarbeit. "Aber natürlich sind wir im Gegensatz zu anderen Medienunternehmen noch immer finanziell solide aufgestellt."

Einem Sender-Zuwachs erteilte Piel zudem eine klare Absage. "Wir müssen uns natürlich in der ARD weiter entwickeln, aber das bedeutet künftig: umverteilen, etwas Anderes lassen, damit man etwas Neues machen kann. Von daher wird es wohl am Ende meiner Amtszeit eher weniger geben – und ich hoffe bei den Digitalkanälen auf mehr Zusammenarbeit mit dem ZDF – analog zu Phoenix und Kika."

Im Betrugsfall beim Kinderkanal denkt die ARD-Vorsitzende unterdessen über eine unabhängige Prüfung nach. Es sei bedenkenswert, die Untersuchungen an den ARD-Vorsitz oder eine neutrale Instanz abzugeben. Zugleich kritisierte Monika Piel indirekt auch das ZDF. Auf die Aussage, der Mainzer Sender halte sich "vornehm zurück und scheint damit durchzukommen", sagte Piel: "Sie merken das wenigstens. Ich bitte aber um Verständnis, dass ich zum Stand beim KiKa nichts sagen kann, solange die konkreten Überprüfungen beim MDR nicht abgeschlossen sind."

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