Nachdem der "Spiegel" bereits über Pläne des ZDF zum Start von Applikationen für Smartphones und Tablets berichtet hatte, folgte am Freitag nun die Bestätigung. Im März soll es erstmals eine App für die ZDF-Mediathek geben, kündigte ZDF-Intendant Markus Schächter in Mainz an.
Im Frühjahr folgen schließlich noch entsprechende Angebote für "heute" und "ZDF.de" folgen. Darüber hinaus soll auch eine App für die tivi-Videothek starten - davon war im "Spiegel" bislang nicht die Rede. Sie soll im Sommer starten, ehe Anfang 2012 schließlich noch eine Sport-App folgen soll, die die Informationen von "sport.zdf.de" aufbereitet. Das ZDF startet damit also nach anfänglicher Zurückhaltung eine regelrechte App-Offensive.
Inspiriert wurden die Mainzer dabei offensichtlich auch vom durchschlagenden Erfolg der ARD-"Tagesschau"-App, die seit ihrem Start inzwischen schon mehr als eine Million Mal heruntergeladen wurde - sehr zum Missfallen der Verleger, die vor allem den kostenlosen Zugriff bemängeln. Auch die ZDF-Apps werden kostenfrei sein, wie ZDF-Intendant Schächter betonte. Grundsätzlich müsse das ZDF Apps für seine staatsvertraglich bestimmten Angebote kostenlos anbieten. Außerhalb des gesetzlichen Auftrags könnte die gewerbliche Tochter ZDF Enterprises jedoch auch kostenpflichtige oder werbefinanzierte Applikationen anbieten, hieß es.
Die neuen digitalen Endgeräte und die Verbreitung des mobilen Internets hätten in den vergangenen Jahren zu ganz neuen Möglichkeiten geführt, erläutert Schächter in einem Schreiben an den ZDF-Fernsehrat: "Waren früher der Fernseher und der PC die wesentlichen Ausgabegeräte, so spielen nun mehr und mehr das Smartphone, der Tablet-PC und andere mobile Geräte eine wichtige Rolle." Die neuen Ausgabewege könnten eine zusätzliche Reichweite schaffen, die mit herkömmlichen Webseiten nicht zu erzielen sei, so Schächter.
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