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Drehstart

ZDF: Schirachs "Verbrechen" wird neue Miniserie

 

Noch bis November dauern die Dreharbeiten für die neue ZDF-Miniserie "Verbrechen" an, die auf dem gleichnamigen Bestseller Ferdinand von Schirachs beruht. Als Hauptdarsteller konnte Josef Bierbichler gewonnen werden.

von Alexander Krei
05.09.2011 - 15:57 Uhr

Das ZDF lässt den Bestseller "Vebrechen" von Ferdinand von Schirach als Miniserie verfilmen. Die Dreharbeiten haben hierfür am Montag in Berlin und Umgebung begonnen - die Hauptrolle in der auf sechs Folgen angelegten Reihe übernimmt Schauspieler Josef Bierbichler.

Verfilmt werden sechs Geschichten in sechs jeweils 45-minütigen Folgen, die auf realen Fällen des Berliner Anwalts basieren. Aus seiner brillant knappen Diktion sollen prägnant erzählende Filme entstehen. Diese sollen dann "auf eine völlig neue, attraktive Weise Literatur ins Medium Fernsehen umsetzen", beschreibt das ZDF das Projekt. Die Produktion von "Verbrechen" übernimmt Oliver Berben.

"Ich freue mich sehr, dass wir Ferdinand von Schirach im ZDF haben und Oliver Berben eine Serie produziert, die in ihrer Qualität der des Schirachschen Buchs entspricht - eine große Herausforderung und zugleich unser gemeinsames, ehrgeiziges Ziel", sagte ZDF-Fernsehfilmchef Reinhold Elschot. Ferdinand von Schirach: "Es ist eine große Freude, dass mein Buch von einem so professionellen, so erstklassigen Team verfilmt wird. Als Oliver Berben mir sagte, dass Josef Bierbichler die Rolle des Anwalt spielen wird, ist mir für einen Moment die Luft weggeblieben: Einen besseren Schauspieler für diese Figur gibt es nicht."

Anwalt Friedrich Leonhardt (Josef Bierbichler) ist in allen Folgen die Hauptfigur. Seine Perspektive ist die des Strafverteidigers, dessen Interesse darin besteht, die Taten so zu gewichten, dass die Strafe für seinen Mandanten möglichst gering ausfällt. Die Aufklärung durch ermittelnde Polizisten steht in diesen besonderen Krimis nicht im Vordergrund. Kern der Fälle ist nicht der Konflikt mit dem Gesetz, sondern der Weg dahin. Zunächst geht es um die Tat und den Täter, und dann folgt die Einordnung nach dem Strafgesetzbuch, die Schuldfragen, die Sanktionen. Schirach gewährt mit lakonischem Stil einen Blick in eine andere Welt - die Welt des Verbrechens, in der jeder die Grenze zum Bürgerlichen weit hinter sich lässt.

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