ProSiebenSat.1-Chef: Kein Verkauf von SAT.1

Foto: ProSiebenSat.1 Media AGWir verkaufen SAT.1 nicht. Punkt", sagte Vorstandschef Guillaume de Posch dem Magazin "Focus" in einem Vorabbericht vom Samstag. Solche Branchengerüchte seien Unsinn, zitierte das Nachrichtenmagazin.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete in ihrer Samstagsausgabe, dass es hartnäckige Spekulationen über einen Verkauf des Senders gebe. ProSiebenSat.1-Hauptaktionär Haim Saban könne Sat.1 aus der Senderfamilie herauslösen und einzeln verkaufen. Der amerikanische Disney-Konzern wolle für eine Milliardensumme einsteigen, berichtete die "SZ" weiter. "Es gibt weder eine Anfrage noch Verkaufsüberlegungen", sagte eine ProSiebenSat.1-Sprecherin der Zeitung dazu.

Der Berliner Sender hatte zuletzt eine Reihe von Misserfolgen im Programm. SAT.1 stellt Late-Night-Show mit Anke Engelke wegen schwacher Zuschauerquoten ein. ProSiebenSat.1-Vorstandschef de Posch hatte einen zweistelligen Marktanteil gefordert. Das Scheitern der Entertainerin wird in der Branche als Niederlage für den Schweizer Schawinski gewertet, der sich für Engelke stark gemacht hatte.

Ende September hatten bereits Misserfolge von Sendeformaten wie "Hire and Fire" oder der Unterhaltungssendung "Kämpf um deine Frau" die im ProSiebenSat.1-Aktie belastet. Analysten warnen aber davor, einzelne Flops über zu bewerten. Gefahr drohe Deutschlands größtem TV-Konzern nur, falls es dauerhaft nicht gelinge, Zuschauer zu binden.