Dass der Abschied der saarländischen "Tatort"-Kommissare keineswegs freiwillig über die Bühne ging, dürfte nach allem, was man in den zurückliegenden Tagen zu hören und zu lesen bekam, auf der Hand liegen. Nun meldet sich Schauspieler Gregor Weber zu Wort. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte er, der tatsächliche Grund für die Kündigung und ihm und seinem Kollegen Maximilian Brückner seien wohl Differenzen gewesen, die schon seit Längerem zwischen dem Saarländischen Rundfunk (SR) und den beiden Schauspielern bestanden hätten.
"Mein Kollege Maximilian Brückner und ich waren mit der Art und Weise, wie Autoren gefunden und Drehbücher entwickelt wurden, nicht einverstanden", sagte Weber. Die Einwände der Hauptdarsteller, die sieben Folgen erfolgreich gemeinsam ermittelten, seien in der SR-Redaktion unerwünscht gewesen. "Dafür bekommt man kein Dankeschön, sondern nur den Ruf als Querulant", zeigte sich Weber verärgert. Nach seinen Informationen habe der SR bereits seit einem Jahr aktiv nach einem Nachfolger für die Krimireihe gesucht.
"Inzwischen ist man auch fündig geworden", so Weber. Über das Gerücht, die Entscheidung sei für Devid Striesow gefallen, könne aber auch er "nur spekulieren". Weber spielte bereits spielte seit 2001 den Saarbrücker Ermittler Stefan Deininger, Brückner kam als Kommissar Franz Kappl 2006 dazu.Zuvor hatte es bereits zwischen dem langjährigen "Tatort"-Schauspieler Jochen Senf, der die Figur des Kommissar Palu fast zwei Jahrzehnte lang verkörperte, Differenzen gegeben. Im Jahr 2005 sprach Senf davon, "knallhart abserviert" worden zu sein.
Der Saarländische Rundfunk hatte das Aus der beiden Ermittler in dieser Woche damit bergündet, dass die Story des ungleichen Paares "jetzt zu Ende erzählt" sei. Anfang 2012 sollen Brückner und Weber ein letztes Mal in ihren Rollen als "Tatort"-Kommissare im Einsatz sein, für die Zeit danach wolle man ein neues Konzept für die Krimireihe entwickeln.
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