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Neuer Name

EinsExtra soll in tagesschau24 umbenannt werden

 

Der ARD-Digitalkanal EinsExtra, auf dem tagsüber durchgehend die "Tagesschau" zu sehen ist, soll offenbar endlich einen sinnvolleren Namen bekommen. Noch im Frühsommer könnte er in tagsschau24 umbenannt werden, meldet das "Hamburger Abendblatt".

von Uwe Mantel
17.03.2012 - 18:30 Uhr

Während das ZDF in den letzten Jahren seine Digitalkanäle einer klaren Strategie folgend neu aufgestellt und entsprechend in ZDFneo, ZDFkultur und ZDFinfo umbenannt hat, steht sich die ARD bei ihrem Digitalangebot vor allem selbst im Weg. Das fängt bereits bei der Benennung an: Aus den Namen EinsExtra, EinsPlus und Einsfestival kann wohl kaum ein potentieller Zuschauer die Ausrichtung des Senders ableiten.

Zumindest im Fall von EinsExtra soll sich das aber bald ändern. Der Informations- und Nachrichtensender soll in tagesschau24 umbenannt werden, wie der für den Sender federführende NDR Kai-Hinrich Renner vom "Hamburger Abendblatt" bestätigte. Unbestätigt ist bislang noch der Termin, aus Senderkreisen sei aber zu hören, dass es bereits im Frühsommer soweit sein könnte.

So ganz halten kann der Sender das Versprechen des neuen Namens allerdings auch nicht: Die "Tagesschau" läuft dort nämlich nicht etwa rund um die Uhr non-stop, sondern nur zwischen 9 und 20 Uhr. Die restliche Zeit des Tages werden andere Informationssendungen und Magazine der ARD wiederholt. Wirklich konsistent ist die Namensgebung zudem auch innerhalb des "Tagesschau"-Universums nicht: Unter dem Namen "tagesschau24" findet sich im Online-Angebot etwa die stetig aktualisierte "Tagesschau in 100 Sekunden". In der "Tagesschau"-App hingegen gibt's dafür den eigenen Punkt "Tagesschau in 100 Sek.". Wer hier auf "tagesschau24" klickt, sieht einzelne Beiträge aus den "Tagesschau"-Sendungen aufgelistet.

Auch Einsfestival sollte übrigens schon einmal umbenannt werden. Ursprünglich hatte der für den Sender federführende WDR bereits zur IFA im vergangenen Jahr einen einleuchtenderen Namen angekündigt - der allerdings bekanntlich noch immer auf sich warten lässt. Das größere Problem von Einsfestival und dem vom SWR verantworteten EinsPlus ist ohnehin die unklare Ausrichtung. Inzwischen wollen beide Sender ein jüngeres Publikum erreichen - doch eine einst angestrebte Fusion ist an den unterschiedlichen Vorstellungen von SWR und WDR gescheitert. Während SWR-Intendant Boudgoust gerne auch die 14- bis 29-Jährigen erreichen würde und dafür in Kürze das Abendprogramm umbaut, hat WDR-Intendantin Piel vor allem die 30- bis 50-Jährigen im Blick. Nun wursteln also beide Sender weiter alleine vor sich hin und müssen sich mangels Finanzkraft vor allem mit vielen Wiederholungen über den Tag retten.

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