NBC Universal © NBC
Milliarden-Deal

Comcast kauft NBC für 17 Milliarden Dollar komplett

 

Fast 17 Milliarden Dollar bezahlt der US-Kabelkonzern Comcast für die restlichen Anteile an NBC Universal. Dadurch entsteht nun endgültig ein echter Riese auf dem amerikanischen Medienmarkt, der sogar größer ist als Disney.

von Alexander Krei
13.02.2013 - 11:58 Uhr

Riesiger Deal auf dem amerikanischen Medienmarkt: Comcast hat die restlichen Anteile an NBC Universal erworben. Der US-Kabelnetzbetreiber hat dafür 16,7 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt, die der Mischkonzern GE Electric dankend angenommen hat. Zuvor hielt Comcast bereits 51 Prozent an NBC Universal. Diesen Anteil ließ man sich vor mehr als drei Jahren 13,75 Milliarden Dollar kosten. Seit Dienstag hat Comcast nun also das alleinige Sagen bei NBC Universal. Durch die Komplettübernahme ist in den USA ein neuer Medien-Riese entstanden, der über Kabelnetz-Infrastruktur, Produktionsstudios und eigene Sender wie das Flaggschiff NBC, den Nachrichtensender MSNBC und den Wirtschaftskanal CNBC verfügt.

Zu NBC Universal gehören daneben unter anderem auch die Universal Studios, Kabelsender wie USA Network, Syfy und Bravo. Auch in Deutschland ist NBC Universal über die Tochter NBC Universal Global Networks Deutschland mit diversen Pay-TV-Sendern wie 13th Street, SyFy, History und Biography Channel vertreten. Comcast hat zugleich für weitere 1,4 Milliarden Dollar die NBC-Etagen im New Yorker Rockefeller Center. Die NBC-Zentrale 30 Rockefeller Plaza ist nicht zuletzt dank der US-Sitcom "30 Rock" mit Tina Fey und Alec Baldwin in den Hauptrollen weltweit bekannt. Zu diesem zusätzlichen Paket, das Comcast von Generel Electric erworben hat, gehört auch die CNBC-Zentrale in New Jersey.

"Das ist ein großartiger Tag für Comcast", freute sich Konzernchef Brian Roberts, dessen Unternehmen im vergangenen Jahr einen Gewinn von mehr als sechs Milliarden Dollar verbuchte und durch die Übernahme von NBC Universal nun sogar größer als Disney. Dass sich Generel Electric komplett zurückziehen wollte, hatte sich schon vor einigen Jahren angedeutet. Nun will der Konzern durch die Einnahmen unter anderem das Industriegeschäft stärken. Zudem ist der Rückkauf eigener Aktien geplant. "Diese Transaktion erlaubt uns, im Jahr 2013 deutlich mehr Geld an unsere Anteilseigner auszuschütten", betonte GE-Chef Jeff Immelt den nun bekannt gewordenen Deal, der einer der größten aller Zeiten in der amerikanischen Medienbranche ist.

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