WM-Übertragungsrechte bleiben bei ARD/ZDF

Deutsche Fußballfans mussten bangen, ob sie die letzten Spiele der Fußball-WM bei den öffentlich rechtlichen Sendern sehen werden können. Jetzt wurde der Streit zwischen ARD/ZDF und KirchMedia beigelegt. Beide Parteien haben sich heute auf eine Übernahme ihres Vertrages durch die Schweizer KirchMedia WM AG geeinigt und so die Ausstrahlung gesichert.

Der eigentliche Grund des Streites lag in der möglichen Insolvenz von KirchMedia. In diesem Fall hätte der Insolvenzverwalter die Möglichkeit gehabt, den WM Vertrag mit ARD und ZDF zu stornieren. KirchMedia hätte in diesem Fall zwar nicht mehr die letzte Rate für den Vertrag in Höhe von 50 Millionen Euro erhalten, hätte theoretisch aber die Chance gehabt, die Spiele nach Abschluss der Vorrunde an andere Sender zu verkaufen. Fritz Pleitgen bezeichnete diese Pläne im vor der Einigung als "absurdes Theater" und kündigte im Fall des Vertragsbruchs Schadenersatzforderungen in Höhe von mehreren Dutzend Millionen Euro an.

Zur Zeit können ca. eine Millionen TV-Haushalte die WM bei den öffentlich-rechtlichen Sendern nicht verfolgen, weil man sich im Vorfeld der WM mit den Rechtsinhabern keine Einigung über eine digitale Übertragung erzielen konnte. So hätte man das Programm auch im Ausland empfangen können. Entsprechende Verhandlungen waren kurz vor WM-Beginn gescheitert.