Bettina Reitz © BR / Gerhard Blank
"Ansehen drastisch gesunken"

Reitz sorgt sich ums Image von ARD und ZDF

 

BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz sorgt sich um das Ansehen der Öffentlich-Rechtlichen, das ihrer Meinung nach unter der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag gelitten hat. Die geplante Beitragssenkung sieht sie durchaus kritisch.

von Alexander Krei
22.01.2014 - 10:25 Uhr

Erstaunlich ruhig ging es in den vergangenen Wochen bei der Diskussion um den Rundfunkbeitrag zu. BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz hat sich jetzt allerdings beim Filmbrunch des Bayerischen Rundfunks besorgt gezeigt. So sei das Ansehen der Öffentlich-Rechlichen seit der Umstellung auf den Rundfunkbeitrag "drastisch gesunken", sagte Reitz laut "Frankfurter Allgemeiner Zeitung". Zugleich steht sie der geplanten Senkung des Beitrags skeptisch gegenüber.

Die "Sogkraft, die Beiträge um 73 Cent abzusenken", erscheine der Politik "sehr groß und fast schon unaufhaltsam", betonte die Fernsehdirektorin und sprach von einer "Zeitenwende". Schon jetzt stehe der Bayerische Rundfunk vor enormen Problemen. "Wir haben hohe Ausgaben in der Technik, in der Umstellung auf trimediale Aufgaben, Pensionsansprüche und definitiv nicht mehr Geld fürs Programm." Reitz verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass man Kinofilme nicht mehr im bisherigen Umfang koproduzieren könne.

Unterdessen hat Bettina Ricklefs, Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie beim BR, einen Ausblick auf bevorstehende Produktionen gegeben. Dazu zählt unter anderem der Spielfilm "Landauer", der die Geschichte des jüdischen FC Bayern-Präsidenten Kurt Landauer erzählt. Mit "Let's Go!" von Michael Verhoeven wird darüber hinaus der Roman "Von Zuhause nichts erzählt" verfilmt. Der Heimatkrimi "Die reichen Leichen" ist zudem ebenso geplant wie eine Fortsetzung der Comedyserie "Im Schleudergang" mit Gisela Schneeberger. Für den ARD-Vorabend wird der BR neben "Hubert und Staller" und "München 7" mit "Monaco 110" eine weitere Serie beisteuern.

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