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Produktionen gehen weiter

Timm-Nachwirkungen: south & browse ist insolvent

 

Die Produktionsfirma south&browse hat einen Insolvenzantrag gestellt. Schuld seien Altlasten, die noch mit dem längst eingestellten Schwulensender Timm zu tun haben. Das laufende Geschäft sei hingegen gesund, die Produktionen werden fortgeführt

von Uwe Mantel
28.01.2014 - 16:38 Uhr

"Erhebliche Verbindungen aus früheren Beteiligungsgeschäften" - dies ist laut south&browse der Grund, dass die Produktionsfirma nun einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht in München gestellt hat. Diese Altlasten rühren noch von der Gründung des Schwulen-Senders Timm her, der 2008 an den Start ging, aber nie die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllen konnte und daher 2010 bereits wieder Geschichte war.

Beteiligungsgeschäfte in diesem Zusammenhang hätten nicht nur die Kapitalausstattung von south&browse stark beeinträchtigt, sondern nun auch noch zu "erheblichen Steuernachzahlungen" geführt. Da im Gesellschafterkreis von south&browse dafür keine Lösung gefunden werden konnte, habe man nun Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Oliver Schartl bestellt, der dem Unternehmen bescheinigt, im operativen Geschäft gesund zu sein: "Ohne diese Altlasten hätte south&browse kein Problem", so Schartl.

Dementsprechend soll im Zuge der Insolvenz auch die Sanierung von south&browse gelingen. Geschäftsführer Tom Gamlich: "Unsere Produktionen laufen unverändert weiter und sind in dem gemeinsamen Procedere mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter gesichert. Ich danke unseren Senderkunden für das Verständnis und Vertrauen in dieser Situation und unseren Mitarbeitern für ihr tolles Engagement. Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter gehen wir nun planvoll durch einen Prozess, um die Gesellschaft mit ihren guten Auftragsprognosen zukunftssicher neu aufzustellen."

Derzeit produziert south&browse neben Magazin-Inhalten für ProSieben unter anderem den "Großen Jugendreport", der in Kürze bei RTL II startet, aber auch das Magazin "Heimatrauschen" für das Bayerische Fernsehen und eine sechsteilige Reihe für "Terra Xpress" im ZDF. "Die Situation hat nichts mit unseren Produktionen zu tun. Die Sender möchten die Programme weiterhin haben, wir möchten sie weiterhin liefern, das Team ist mit allem Engagement dabei und die Arbeitsplätze bleiben bestehen. Insofern ziehen alle an einem Strang", gibt sich Gamlich optimistisch.

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