Gruner + Jahr will Sperrminorität beim Spiegel
Das Hamburger Verlagshaus habe eine vertragliche Option, 0,5 Prozent von der Erbengemeinschaft des verstorbenen Herausgebers Rudolf Augstein zu erwerben. Diese Möglichkeit wolle Gruner + Jahr wahrnehmen, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD). Die Verträge bieten die gleiche Option auch den Mitarbeitern des Spiegel Verlages an. Diese haben eine "Kaufabsicht", so Spiegel-Pressesprecherin Eva Wienke. Derzeit werden die "Rahmenbedingungen geprüft". Damit hätten die Mitarbeiter im Falle eines Kaufes die Mehrheit am Spiegel Verlag.Gruner + Jahr habe laut FTD den Erben des verstorbenen Herausgeber einen "angemessenen Preis genannt". Bisher halten die Mitarbeiter des Verlages 50 Prozent, die Erbengemeinschaft der Kinder Augsteins 25 Prozent und Gruner + Jahr ebenso 25 Prozent. Der langjährige Herausgeber Rudolf Augstein ist Anfang des Monats im Alter von 79 Jahren verstorben. 1974 schenkte er die Hälfte seines Verlages den Mitarbeitern. Drei Jahre zuvor war Gruner + Jahr mit 25 Prozent beim Spiegel eingestiegen.
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