Fernseher © Photocase
"Fernsehen ohne Ablenkung war gestern"

TV-Studie: Deutsche lassen sich gerne ablenken

 

Fernsehen zu schauen ohne nebenbei mal auf das Smartphone zu schauen - für viele Zuschauer ist das inzwischen undenkbar. Eine Studie von TNS Infratest unterstreicht das nun. Besonders die Deutschen lassen sich gerne ablenken.

von Timo Niemeier
10.07.2014 - 10:57 Uhr

Die Sehgewohnheiten der TV-Zuschauer ändern sich derzeit weltweit. Dem klassischen Fernseher wird nicht mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit zu teil, Smartphones und Tablets gewinnen an Bedeutung. Die Fernsehsender versuchen noch, diesen Effekt irgendwie für sich zu nutzen. Beispielsweise mit neuen Mitmach-Shows wie "Rising Star", "Keep Your Light Shining" oder "Quizduell". Der ganz große Erfolg blieb bislang jedoch aus.

Eine neue Studie von TNS Infratest unterstreicht unterdessen, dass sich die Sehgewohnheiten der Zuschauer weiterhin stark ändern. Das Ergebnis: Das "Multi-Screening" wird sich in Zukunft weiter fortsetzen. In 55.000 Interviews hat das Marktforschungsinstitut festgestellt, dass fast die Hälfte (48 Prozent) der weltweit befragten Menschen am Abend neben dem TV zusätzliche digitale Geräte nutzen und Mails checken, in sozialen Medien surfen oder online einkaufen. 

Darüber hinaus will TNS Infratest herausgefunden haben, dass jeder Online-Erdenbürger durchschnittlich vier digitale Endgeräte besitzt - in Deutschland sind es sogar fünf. Und diese Geräte nutzen die Deutschen offenbar auch: Laut TNS schenken nur noch 20 Prozet der Befragten hierzulande dem Fernseher ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

"In einer Welt, in der Multitasking zur Norm wird, verändert sich auch das Fernsehverhalten sehr schnell. Ausschließliches Fernsehen auf dem häuslichen Sofa ohne digitale Ablenkung war gestern. Unstrittig bleibt die Liebe zum traditionellen Fernsehen. Werbungtreibende müssen sich allerdings auf diese veränderten Sehgewohnheiten einstellen. Online-Geräte bieten vielfältige Möglichkeiten, um auf TV-und Video-Inhalte zuzugreifen. Das bedeutet, dass auch Markenhersteller auf einen stärker integrierten Online-Ansatz zugreifen müssen, der Verbraucher zu engagierten Konsumenten werden lässt", sagt Matthew Froggatt, Chief Development Officer bei TNS.

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