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Angebot zu niedrig

Sky-Deal: Zweitgrößter Aktionär stellt sich quer

 

Der zweitgrößte Aktionär von Sky Deutschland hat das Angebot von BSkyB als zu niedrig zurückgewiesen. Der Wert des Unternehmens werde bei einem Preis von 6,75 Euro pro Aktie "signifikant" unterschätzt, erklärte Odey Asset Management.

von Alexander Krei
30.07.2014 - 10:33 Uhr

Rupert Murdoch hat Großes vor: In der vergangenen Woche machte BSkyB seine Pläne offiziell, sowohl Sky Deutschland als auch Sky Italia übernehmen und unter einem gemeinsamen Dach von Sky Europe vereinen zu wollen. Günstig ist all das nicht: So überweist BSkyB alleine für Sky Italia umgerechnet rund 2,6 Millionen Euro. Sky Italia gehört bislang bereits zu 100 Prozent zu Murdochs 21st Century Fox, während Murdoch an Sky Deutschland nur 57,4 Prozent hält und hierfür 3,7 Milliarden Euro zahlt.

Doch auch den übrigen Aktionären wird ein Angebot unterbreitet. 6,75 Euro pro Aktie sollen gezahlt werden - aber ausgerechnet der zweitgrößte Aktionär stellt sich aktuell quer. Wie "Bloomberg" erfahren haben will, hat Odey Asset Management LLP erklärt, das Angebot für zu niedrig zu erachten. Ohne einen Aufschlag werde man die Anteile an Sky Deutschland nicht verkaufen. Laut Odey Asset Management, das rund acht Prozent an dem deutschen Pay-TV-Betreiber hält, werde der Wert des Unternehmens bei dem genannten Preis "signifikant" unterschätzt.

Dass BSkyB noch einmal nachlegen wird, gilt derzeit aber als unwahrscheinlich, hat das Unternehmen doch schon in der vergangenen Woche betont, keinen Aufschlag zahlen zu wollen. Ohnehin ist BSkyB nicht zwangsläufig an einer Komplett-Übernahme von Sky Deutschland interessiert - im Grunde genommen würde den Briten auch der 57-prozentige Anteil genügen.

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