© Sat.1/Ali Kepenek
Keine neue Staffel in Planung

Frau Engelke ist weg: "Ladykracher" geht nicht weiter

 

Über Jahre hinweg war Anke Engelke neben Bastian Pastewka das Comedy-Aushängeschild in Sat.1. Die "Ladykracher" werden in Zukunft allerdings nicht mehr zünden. Nach DWDL.de-Informationen ist nach acht Staffeln Schluss mit lustig...

von Dilhan Izman / Alexander Krei
23.01.2015 - 13:35 Uhr

Seit einigen Wochen rührt Anke Engelke nun schon für ihren neuen Kinofilm die Werbetrommel. "Frau Müller muss weg" heißt der Streifen von Sönke Wortmann - und er legte mit mehr als 100.000 Kinobesuchern am ersten Wochenende einen guten Start hin. Mit dem Familienabenteuer "Gespensterjäger - Auf eisiger Spur" von Regisseur Tobi Baumann steht zudem bereits der nächste Kinofilm mit Engelke in den Startlöchern. Die Schauspielerin hatte in den vergangenen Monaten also viel zu tun - Zeit für "Ladykracher" blieb daher nicht. Dabei warten Fans der langjährigen Sketchcomedy nun schon seit knapp zwei Jahren auf eine Fortsetzung. Doch die wird es wohl nicht geben.

Neue Folgen der Reihe, für die Engelke in den vergangenen Jahren zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter den Deutschen Comedypreis, den Deutschen Fernsehpreis und die Rose d'Or, sind derzeit jedenfalls nicht geplant, bestätigte Sat.1 gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. "Ja, es stimmt, die in 2013 ausgestrahlte achte Staffel 'Ladykracher' ist die vorerst letzte", erklärte Sendersprecherin Diana Schardt. Engelke selbst wollte sich trotz zweimaliger Anfrage nicht zu einem Aus von "Ladykracher" äußern, doch anscheinend war es der Wunsch der Schauspielerin, künftig verstärkt für Kino-Produktionen vor der Kamera zu stehen.

Überraschend kommt das "Ladykracher"-Ende, schließlich hatte sich Engelke stets sehr leidenschaftlich zu der Sendung bekannt, etwa auch in einem DWDL.de-Interview. Auf die Frage, ob sie nicht allmählich an den Punkt komme, etwas anderes machen zu wollen, sagte sie vor drei Jahren noch: "Nein, natürlich nicht“. Auch sonst schien eine Einstellung zum damaligen Zeitpunkt kein Thema zu sein. "Alles muss sich entwickeln", so Engelke. "Wenn man jetzt feststellt, dass man etwas gefunden hat, was uns so gut gefällt und es sein kann, dass es auch anderen gefällt, wäre es nahezu pervers zu sagen, es reicht jetzt. Ganz im Gegenteil: Wir denken eher über Modifikationen nach und sehen, dass uns jetzt schon so viele Leute vertrauen, die nehmen wir jetzt mal mit auf eine Reise in auch für uns unbekannte Räume."

Diese Reise ist nun allerdings beendet. "Ladykracher" brachte es zwischen 2002 und 2013 auf insgesamt acht Staffeln, wobei nach den ersten drei Staffeln eine mehrjährige Pause folgte, in der Engelke in Sat.1 mit ihrer Late-Night-Show unter anderem die Nachfolge von Harald Schmidt antrat - und damit schon nach wenigen Monaten scheiterte. Auch die Comedy-Reihe "Ladyland" erwies sich zwischenzeitlich nicht als der erhoffte Kracher, sodass Engelke schließlich wieder für neue "Ladykracher"-Sketche vor der Kamera stand. Seit Sommer 2013 hat sie mit der Kulturshow "Anke hat Zeit" zudem eine gänzlich neue Aufgabe gefunden, in der Engelke ohne starres Konzept regelmäßig überzeugt. Für Sat.1 ist die Entscheidung ein Verlust, zumal man im Comedy-Bereich ohnehin längst nicht mehr so gut aufgestellt ist wie noch vor einigen Jahren. Hoffnungen legt der Sender nun in die zweite Staffel der Impro-Comedy "Jetzt wird's schräg" oder Comedian Luke Mockrigde, der bald eine größere Rolle im Programm spielen soll.

Ob "Ladykracher" in ferner Zukunft doch noch einmal zurückkehren wird, ist unterdessen unklar. Gut möglich jedoch, dass sich Engelkes Leidenschaft für die große Leinwand in Zukunft mit der Sketch-Reihe sogar verbinden lässt. Seit Jahren schon treibt sie Spekulationen um einen "Ladykracher"-Film voran. "Das ist für uns zu einem echten Running-Gag geworden", sagte Engelke zuletzt vor eineinhalb Jahren im Gespräch mit DWDL.de und betonte: "Die Verabredung steht allerdings." Das wird man bei Sat.1 gerne hören. Nun ist sie jedoch erst mal als "Frau Müller" im Einsatz - im Übrigen eine Sat.1-Ko-Kinoproduktion. Der Weg zurück ist also nicht versperrt.

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