"Cartoon Network" und "Boomerang" kommen

Logo: Cartoon NetworkIm Rahmen der „Cologne Conference“ fand am Montagnachmittag die Panel-Diskussion „Neuer Content, neue Plattformen, neue Konkurrenz?“ statt. Zumindest letzteres konnte dabei eindeutig mit „ja“ beantwortet werden. Denn neben dem schon lange bekannten Wiedereintritt von Nickelodeon als „Nick“ in den deutschen Kinder-TV-Markt, kündigte auch Hannes Heyelmann von Turner Broadcasting System, den Gang nach Deutschland an.

Damit bestätigte Heyelmann, was schon in der Vergangenheit kolportiert wurde: Turner Broadcasting System, weltweit erfolgreich mit seinen Marken „Cartoon Network“, das eher neuere Serien und Eigenproduktionen im Programm hat, und „Boomerang“, das sich auf klassische Formate wie „Flintstones“ und „Tom & Jerry“ spezialisiert hat, möchte seinen „weißen Fleck“ Deutschland auf der Weltkarte schließen, der laut Heyelmann schon allein aufgrund der „schieren Größe des Marktes“ für seine Firma äußerst interessant sei.

Turner Broadcasting will sowohl im PayTV als auch im FreeTV tätig werden. Während „Cartoon Network“ zunächst bei einem deutschen FreeTV-Sender einen mehrstündigen sogenannten „branded block“ im Programm übernehmen wird, soll „Boomerang“ gleich als PayTV-Spartensender starten.

Bei welchem Sender der mehrstündige „Branded Block“ von „Cartoon Networks“ zu sehen sein wird, wollte Heyelmann zwar noch nicht sagen und verwies auf offizielle Mitteilungen in ein bis zwei Wochen, Claude Schmit, Geschäftsführer von SuperRTL, meinte jedoch bereits Informationen zu besitzen, dass es sich um den Münchner Privatsender kabel eins handeln könnte, der bereits mit „Jetix“ einen Programmblock eines anderen PayTV-Senders im Programm hat.

Der Start des „Cartoon Network“-Blocks soll bereits recht zeitnah über die Bühne gehen, so kündigte Heyelmann an, schon zwei Wochen vor dem Start von „Nick“ mit der Marke „Cartoon Network“ am Deutschen Markt aufzutreten. Mittelfristig solle dann auch ein „Cartoon Network“-PayTV-Sender gestartet werden. So sei das FreeTV vor allen Dingen als Vehikel zu sehen, um die in Deutschland noch unbekannten Marken schnell im Markt etablieren zu können.