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Vor Umfirmierung in Warner Bros.

Geschäftsführer von Winterfeld verlässt Eyeworks

 

Umbruch beim Kölner TV-Produzenten Eyeworks Germany. In den kommenden Wochen firmiert das Unternehmen um und tritt künftig unter der Marke Warner Bros. auf. Nicht mehr dabei ist Martin von Winterfeld, einer der beiden bisherigen Geschäftsführer.

von Thomas Lückerath
22.04.2015 - 16:30 Uhr

Eigentlich sollte das Rebranding schon zur Fernsehmesse MIPTV, die vergangene Woche im französischen Cannes statt fand, abgeschlossen sein. Doch die Herausforderung ist nun einmal groß: In mehreren Territorien gleichzeitig sollen die im Februar 2014 übernommenen, unter der Marke Eyeworks laufenden Produktionsfirmen zu Warner Bros. werden. Dies soll jetzt Anfang Mai geschehen - pünktlich zu den nur wenig später anstehenden LA Screenings, bei denen sich die Warner Bros. Television Group den Fernseheinkäufern aus aller Welt in Los Angeles als Produktionshaus für fiktionale und eben non-fiktionale Stoffe zu präsentieren.

Schon im vergangenen Jahr hatte man bei den LA Screenings die Strategie hinter der Übernahme von Eyeworks erläutert: Neben dem bekannt hohen Produktionsvolumen der Warner Bros. Television Group bei Drama- und Comedy-Serien soll die Integration von Eyeworks die Marke Warner Bros. in zahlreichen internationalen  Fernsehmärkten auch bei der non-fiktionalen Unterhaltung stärken und so lokale Produktionen vor Ort ermöglichen. Im US-Markt ist man bereits mit einigen Tochterfirmen im Non-Fiktionalen (Telepictures, Shed Media, Warner Horizon Television) tätig.

Bei Eyeworks Germany mit Sitz in Köln gab es vor dem Rebranding schon eine Veränderung in der Geschäftsführung. Bereits zum 20. März hat Martin von Winterfeld die Geschäftsführung von Eyeworks Germany im Zuge der anstehenden Veränderungen verlassen. Entsprechende Informationen bestätigt der verbliebene Geschäftsführer René Jamm auf Anfrage des Medienmagazins DWDL.de. Die Trennung erfolgte demnach im gegenseitigen Einvernehmen. Für von Winterfeld ist es ein Abschied nach 12 Jahren. Er arbeitete seit 2003 bei Eyeworks Germany, davon lange Zeit als Business Director.

Seit Sommer 2012 führten René Jamm und Martin von Winterfeld dann die Geschäfte der Kölner Produktionsfirma. Das Duo folgte vor drei Jahren auf den damals scheidenden Geschäftsführer Oliver Fuchs, der nach einem kurzen Gastspiel als Unterhaltungschef des ZDF inzwischen Geschäftsführer der Bavaria Entertainment ist. René Jamm übernahm 2012 die Aufgaben als CEO, Martin von Winterfeld die Position des COO. Zu den aktuellen Produktionen von Eyeworks Germany gehören u.a. die ZDF-Krimireihen „Wilsberg“ und „Marie Brand“, die WDR-serie „Die Lottokönige“, die RTL-Formate „Der Restauranttester“ und „Schwiegertochter gesucht“ sowie die ZDF-Nachmittagssendung „Bares für Rares“.

Eyeworks Germany hat eine ohnehin bewegte Geschichte. Gegründet wurde die Produktionsfirma im Jahr 2000 als Stormy Entertainment von RTL und dem heutigen Vox-Chefredakteur Kai Sturm. Sie produzierte u.a. die Quizshows „Der Schwächste fliegt“ oder „Einundzwanzig“ für RTL. Im Jahr 2003 stiegen dann die Niederländer von Eyeworks ein. An StormyEyeworks, so der vorübergehende Name, hielten Eyeworks und RTL zunächst je 45 Prozent und Geschäftsführer Kai Sturm die restlichen 10 Prozent. Wenig später stockte Eyeworks seine Anteile auf und übernahm das Unternehmen letztlich ganz.

Vor 14 Monaten dann, am 11. Februar 2014, wurde die Übernahme des internationalen Produktionsgeschäfts von Eyeworks - mit Ausnahme des US-Ableger - durch das Hollywoodstudio Warner Bros. bekannt.

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