N24: Neue Magazine und Arabella als Talkmasterin ab 2006

Foto: Arabella KiesbauerMitte Januar 2006 startet das wohl wichtigste neue Format für das Image des kleinsten der vier Sender der ProSiebenSat.1-Sendergruppe N24: Arabella Kiesbauer, bis Mitte vergangenen Jahres bei ProSieben nachmittäglich in ihrer Talkshow zu sehen, kehrt, wie DWDL bereits berichtete, mit einem neuen Talkformat ins deutsche Fernsehen zurück. Bei der Nennung Kiesbauers Namen ging bei der Präsentation im Abend in Essen ein Seufzen durch die Reihen. Mit einem pointierten Trailer fing man dann aber die Skeptiker ab. Kiesbauer selbst in einem Trailer: "Lernen sie mich neu kennen".

Dem neuen Sender angemessen wechseln dabei aber natürlich die Themen zu Kultur, Politik und Gesellschaft. Mit dem neuen Format könne sie nun beweisen, dass sie die ernsthaften Themen, über die Deutschland spricht, auf ihre persönliche Weise neu hinterfragen könne, so Arabella Kiesbauer. Mit jeweils zwei Gästen wird die Münchnerin ein aktuelles Thema der Woche immer dienstags abends um 23:20 Uhr diskutieren.

Zudem plant der Sender, der von der Konkurrenz n-tv ob der vielen in Endlos-Wiederholungsschleife ausgestrahlten Dokumentationen oft als Dokumentationskanal bezeichnet wurde, den Ausbau zum "Nachrichtenvollprogramm", wie Dr. Torsten Rossmann, Geschäftsführer des Nachrichtensenders, Foto: Arabella Kiesbauerbei der Programmpräsentation "The Big Picture" betonte. Dazu soll "die Marke N24 schrittweise erweitert" und das Programm um neue Informationsangebote ergänzt werden. So kündigt Rossmann neue Magazine zu den Themen Lifestyle, Society oder Gesundheit, aber auch politisches Kabarett an, konkrete Formate oder Termine wurden jedoch noch nicht genannt.

Bei dem Screening am Abend in Essen sprach Ex-Minister Hans-Dietrich Genscher über die Bedeutung von Nachrichtenfernsehen und den Wandel der Bedeutung von Medien. Spätestens seit 1989, dem Fall der Mauer, ist das Fernsehen "selbst zum politischen Akteur" geworden. Er verwies darauf, dass erst die Bilder von Demonstrationen in der ehemaligen DDR und am Tag des Mauerfalls, die der wartenden Menschen vor den Grenzen, zu dem geführt haben, was passierte. Der Applaus war Genscher sicher: Keiner wurde beim gesamten Screening so lange beklatscht wie Genscher nach seiner gehaltvollen Rede.