Schulz & Böhmermann © ZDF/btf
Comeback einer Talkshow-Idee

ZDFneo schickt "Schulz & Böhmermann" auf Sendung

 

Olli Schulz ist die neue Charlotte Roche. Anfang 2016 kehrt mit "Schulz & Böhmermann" eine gefeierte Talkshow-Idee bei ZDFneo zurück. Die Bekanntgabe der neuen TV-Zusammenarbeit nutzte Schulz auch für indirekte Kritik an Florida TV ("Circus Halligalli").

von Thomas Lückerath
20.08.2015 - 20:43 Uhr

Sie haben tatsächlich dicht gehalten: Das Studio-Publikum der ersten Ausgabe des „Neo Magazin Royale“ nach der Sommerpause - mit Gast Olli Schulz - wusste bereits seit der Aufzeichnung am Mittwochabend von einem spannenden TV-Comeback, doch durchgesickert ist 24 Stunden lang nichts. Mit der Veröffentlichung der Sendung im Zweiten Deutschen Internet am Donnerstag um 20.15 Uhr wurde das Geheimnis dann gelüftet und die offizielle Pressemitteilung folgte kurz danach: Ab Anfang 2016 nimmt ZDFneo die neue alte Talkshow „Schulz & Böhmermann“ ins Programm. Neben der Radioshow "Sanft und sorgfältig" bei Radio Eins (RBB) - die weitergehen soll - geht das Duo jetzt auch gemeinsam vor die Kamera.



Im DWDL.de-Interview kündigte Jan Böhmermann vergangene Woche bereits eine neue ZDFneo-Show für Anfang 2016 an, doch konkreter wollte er noch nicht werden. Jetzt ist das Rätsel gelöst: Es geht um den legitimen Nachfolger für „Roche & Böhmermann“, wie es ZDFneo selbst formuliert. Im „Neo Magazine Royale“ lüften Schulz und Böhmermann das Geheimnis. „Magst Du meine Hand dabei halten“, fragt Böhmermann vor der Bekanntgabe durch einen Einspieler mit der bekannten Logo-Animation. Im Set der neuen alten Talkshow - das aber noch etwas verändert werde, so Böhmermann - ulken die Beiden weiter. „Sowas gab es noch nie im deutschen Fernsehen“, bemerkt Schulz und schiebt beim Blick auf den Boden hinterher: „Hier liegen noch Strapse von Deiner Ex.“

Die Talkshow mit Charlotte Roche und Jan Böhmermann war vor drei Jahren gleichermaßen für Jan Böhmermann wie auch die junge Kölner Produktionsfirma Bildundtonfabrik ein gefeierter Durchbruch. Daran knüpft „Schulz & Böhmermann“ an. Getalkt wird in 60 Minuten mit vier Gästen in einem Studio mit reduzierter, minimalistischer Kulisse und 200 Zuschauer. Wie viele Folgen der Neuauflage “Schulz & Böhmermann" geplant sind, wann genau die Sendung starten soll und welchen Sendeplatz das Format bekommt, sind am Donnerstagabend kurz nach der Bekanntgabe noch unklar.

"Schulz & Böhmermann": Die Ankündigung (1 Videos)



In der Pressemitteilung vom Donnerstagabend heißt es weiter: "Die beiden Gastgeber sind nicht vermittelnd, sondern Partei ergreifend, polemisierend, gerne provozierend, dabei jedoch meist charmant und freundlich - und immer: sie selbst. Eine unkonventionelle Talkshow für alle, die keine Talkshows mögen." Diese Formulierung ist eine Hommage. Es ist exakt die gleiche Formulierung wie damals bei “Roche & Böhmermann". Jetzt also die Nachfolge-Talkshow oder wie ZDFneo es selbst beschreibt: „Fernsehen wie früher, nur heute.“

Im Rahmen der aktuellen Ausgabe von „Neo Magazin Royale“ teilt Olli Schulz übrigens auch noch einmal in Richtung alter TV-Heimat - Florida TV und Joko & Klaas - aus. Sein plötzliches Verschwinden aus „Circus Halligalli“ und der abrupte Ausstieg beim gelobten ProSieben-Format „Schulz in the Box“ sorgten in der Branche ohnehin schon für Spekulationen über ein Zerwürfnis zwischen Schulz und dem Florida TV-Universum. Genau das befeuert Schulz noch einmal selbst. An Kollegen Böhmermann gerichtet, hat er - im alten Set der Talkshow sitzend - bezüglich der neuen Zusammenarbeit noch einen Punkt zu klären.

Schulz & Böhmermann
© Bildundtonfabrik


„Eine Frage noch“, so Schulz. „Wenn unsere Sendung ein Erfolg wird und ich kriege dann noch eine eigene kleine Sendung, wo ich so zum Beispiel in einer Box irgendwo ausgesetzt werde - verspricht Du mir, dass Du mich dann nicht aus unserer Sendung rausschneidest und den Kontakt zu mir abschneidest?“ Jan Böhmermann grinst diebisch: „Das verspreche ich Dir hoch und heilig. Das wird nicht passieren.“ Das Ende der Zusammenarbeit mit Florida TV hatte Schulz im vergangenen Jahr zunächst mit einem Rückzug aus dem Fernsehen begründet.  "Ich hatte einfach keine Lust mehr, dass sich alles nur noch um mich dreht. Und das ist beim Fernsehen so", erklärte Schulz im DWDL.de-Interview. Jetzt ist klar: Es gab auch andere Gründe.

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