bento © Spiegel
Neues Portal startet im Oktober

"SpOn" will mit bento "Generation Hashtag" erobern

 

Die Verlage sind im Jugendwahn: Nach "Ze.tt" und "Byou" soll im Oktober "bento" folgen. Es handelt sich dabei um ein Projekt von "Spiegel Online", das auf junge User unter 30 abzielt und gleichzeitig auch auf neue Werbeformen setzen wird.

von Alexander Krei
10.09.2015 - 10:55 Uhr

"Spiegel Online" will Anfang Oktober ein neues journalistisches Angebot starten, das sich an internetaffine Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 30 richtet. Es hört auf den Namen "bento" und soll unabhängig von "Spiegel Online" entstehen. Geplant ist neben einer Website auch eine App. Hinsichtlich der Themen, Ansprache und dem Einsatz von Social Media will sich das 13-köpfige Redaktionsteam, dessen jüngstes Mitglied 22 Jahre alt ist, an den Gewohnheiten der Nutzer orientieren, teilte der Spiegel Verlag mit, für den "bento" der wohl wichtigste Neustart seit langer Zeit ist.

Frauke Lüpke-Narberhaus und Ole Reißmann werden die Redaktion leiten. "'bento' informiert nicht nur über die wichtigsten News aus der Welt und dem Web. Die Redaktion produziert auch hintergründige Stories über Personen und Themen, die junge Menschen unter 30 besonders interessieren", so "Spiegel Online"-Chefredakteur Florian Harms über das Konzept des neuen Web-Portals, mit dem man eigenen Angaben zufolge die "Generation Hashtag" im Auge hat. Das zeigt sich auch mit Blick auf die Rubriken: So soll es traditionelle Ressorts wie Politik oder Wirtschaft bei "bento" nicht geben. Stattdessen organisiert die Redaktion ihre Inhalte mit der Hilfe von Hashtags wie beispielsweise #Musik, #Fühlen, #Queer oder #Future.

"Dabei zeigt sie auch Lösungen für thematisierte Probleme auf und bietet den Nutzern Möglichkeiten, sich selbst zu engagieren. In den folgenden Monaten soll das Portal mit Hilfe der Nutzer schrittweise weiterentwickelt werden", sagte Harms. Um die Vermarktung des neuen Angebots wird sich Spiegel QC kümmern. Auch hierbei will man neue Wege gehen. Katharina Borchert, Geschäftsführerin von "Spiegel Online": Die Zielgruppe von bento hat eher mit dem klassischen Banner ein Problem als mit Native Ads, weil die Digital Natives sehr gut zwischen journalistischen und werblichen Inhalten unterscheiden können. Die Beiträge müssen nur relevant, unterhaltsam und vor allem eindeutig gekennzeichnet sein."

Neben den Nachrichten des Tages sollen den Nutzern Informationen darüber gegeben werden, was auf Social Media und im Internet passiert. Darüber hinaus verspricht "Spiegel Online" für sein neues Projekt "exklusive und aufwendige Geschichten aus der Lebenswelt der Nutzer". Ergänzt werden die Inhalte durch Texte und Videos von "Spiegel Online", die für die eigenen Formate jedoch zum Teil überarbeitet werden sollen. Spannend ist indes Zeitpunkt für den Launch: Gerade erst hat "Bild.de" mit "Byou" ein Angebot gestartet, das sich an 12- bis 18-Jährige richtet, nachdem "Zeit Online" mit "Ze.tt" bereits ein junges Portal auf den Markt gebracht hat.

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