Vural Öger © Vox/Stefan Gregorowius
Er ist raus

Nach Insolvenz: Öger will kein "Löwe" mehr sein

 

V.Ö. Travel war wohl kein Investment-Case: Wie jetzt bekannt wurde, hat die Firma von Vural Öger Insolvenz angemeldet. Das hat auch für Vox Folgen: 2016 wird der Unternehmer nicht mehr in der "Höhle der Löwen" zu sehen sein.

von Alexander Krei
30.12.2015 - 14:33 Uhr

Nach dem Verkauf von Öger Tours wollte es Vural Öger eigentlich nochmal wissen. Die Reisebranche habe ihn "weiterhin fasziniert", sagte der Unternehmer vor zwei Jahren und kündigte an, mit seiner neuen Firma V.Ö. Travel "vom Spielfeldrand wieder auf den Platz" zurückkehren zu wollen. Damit ist er nun allerdings gescheitert: Das Unternehmen hat inzwischen Insolvenz anmelden müssen - wohl auch deshalb wird Öger, der im Februar seinen 74. Geburtstag feiert, im kommenden Jahr nicht mehr in der "Höhle der Löwen" zu sehen sein.

Öger hatte in den ersten beiden Staffeln der Vox-Gründershow an der Seite von Judith Williams, Lencke Steiner, Jochen Schweizer und Frank Thelen die Geschäftsideen von Firmengründern bewertet und sich mitunter an ihnen beteiligt. Gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte Vox am Mittwoch Ögers Ausstieg. "Wir danken Vural Öger herzlich für die gute Zusammenarbeit in den ersten beiden Staffeln, in denen er die Sendung mit seinem Know-how und seiner Persönlichkeit geprägt hat", sagte Sendersprecher Magnus Enzmann.

Wer anstelle von Vural Öger in der bereits geplanten dritten Staffel der mit mehr als zwei Millionen Zuschauern außerordentlich erfolgreichen Show dabei sein wird, soll in Kürze bekanntgegeben werden. Die Dreharbeiten für die neuen Folgen sind für das Frühjahr angesetzt. Öger hat sich nun erst mal eine Auszeit und Ruhe verordnet.

Mit Blick auf die Reisebranche sprach er gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" von einem "ruinösen Preiskampf". Öger: "Ich habe in den vergangenen zwei Jahren jedes V.Ö. Travel Flugticket mit 60 bis 70 Euro subventioniert. Das kann man nicht lange durchhalten." Dem Bericht zufolge soll sein Unternehmen im zurückliegenden Jahr einen Verlust von drei Millionen Euro gemacht haben. Der vermeintliche Abschuss eines russischen Flugzeugs in Ägypten habe das Geschäft dann endgültig ruiniert. Mit einer weiteren Firma will Öger aber auch weiterhin Start-ups betreuen. "Ich bleibe Unternehmer, aber nicht in der Reisebranche", versicherte der Unternehmer.

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