Florian Hager © SWR/Monika Maier
Planungen laufen

Junges Angebot mit RocketBeans und Förderprogramm

 

ARD und ZDF setzen beim geplanten Jungen Angebot auch auf die Expertise der RocketBeans. Sie sollen als Produzenten in Erscheinung treten. Unterdessen ist ein Webvideo-Förderprogramm von Medienboard und RBB an den Start gegangen.

von Alexander Krei
03.05.2016 - 16:03 Uhr

Ins Detail konnte oder wollte Florian Hager, seines Zeichens Chef des neuen Jugenangebots von ARD und ZDF, auf der Media Convention noch nicht gehen. Doch die Zeit drängt, schließlich soll das noch immer namenlose Projekt schon in rund fünf Monaten an den Start gehen. Klar ist allerdings, dass Hager verstärkt auf YouTube-Stars setzen möchte, so etwa auf das Trio um LeFloid, mit dem der SWR im vorigen Jahr bereits für das Gaming-Format "1080 NerdScope" zusammengearbeitet hat. Auch Rayk Anders, der auf YouTube seinen Kanal "Armes Deutschland" betreibt, soll beim Jungen Angebot zum Einsatz kommen.


Verlogene Politiker und Verschwörungstheoretiker hat er mit seinem Videoblog im Auge - und auch in Zukunft will er weitermachen wie bisher, mit dem Unterschied, dass seine YouTube-Videos durch die Zusammenarbeit mit ARD und ZDF fortan nicht mehr monetarisiert werden. "Von den 45 Millionen fürs Junge Angebot kommen erschreckend wenig auf meinem Konto an", scherzte der YouTuber mit Blick auf das Budget, das die Öffentlich-Rechtlichen ihrem neuen Online-Beiboot zur Verfügung stellen. Helfen sollen übrigens auch die RocketBeans, die für das Jugenangebot als Produzenten von Formaten in Erscheinung treten werden.

Und noch immer werden frische Ideen gesucht. Zusammen mit dem Medienboard Berlin-Brandenburg hat der RBB gerade ein Programm gestartet, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Produktion innovativer Video-Inhalte für eine junge Zielgruppe zu fördern. "Unter dem Titel WIGO suchen wir Online-Videoformate, von denen es mindestens einmal pro Woche eine neue Folge im Netz gibt", sagte die scheidende RBB-Intendantin Dagmar Reim auf der Media Convention in Berlin. Und Medienboard-Geschäftsführer Helge Jürgens ergänzte: "Ob Entertainment, Talk, Information, Webserie oder Doku - alle Formate, Themen und Plattformen sind erlaubt."

Gefördert werden sollen "Tiefe, Breite und Vielfalt", wie Jürgens betonte. Insgesamt stehen bis Ende des Jahres bis zu 150.000 Euro zur Verfügung. Bei erfolgreicher Umsetzung ist es schließlich sogar möglich, ins Junge Angebot von ARD und ZDF aufgenommen zu werden. Reim: "Die Formate sollen dauerhaft funktionieren. Die Länge der jeweiligen Videos ist dabei nicht vorgegeben, im Netz gilt: So kurz wie möglich, so lang wie nötig."

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