Sky 1 © Sky
Start im November

Sky kündigt Sky1 und eigenproduzierte Shows an

 

Sky hat nun auch in Deutschland den Entertainment-Sender Sky1 angekündigt, der einen Mix aus Shows und Serien bieten soll - und dokumentiert, dass Sky es mit der breiteren Aufstellung ernst meint. Erste große Show-Produktion wird "MasterChef".

von Uwe Mantel
28.07.2016 - 09:14 Uhr

Dass Harald Schmidt einst bei Sky nie ein ausreichendes Publikum fand, lag unter anderem auch daran, dass das deutsche Pay-TV-Angebot auf eine solche Show einfach noch gar nicht vorbereitet war. So hatte die Sendung ihre Heimat kurioserweise auf Sendern wie Sky Hits und Sky Atlantic. Was fehlte, war hingegen ein umfassender Entertainment-Kanal - wie es ihn mit Sky1 in Großbritannien schon immer gab - und wie es ihn bald auch in Deutschland geben wird. Am Mittwochmorgen kündigte Sky im Zuge der Vorlage seiner Quartalszahlen den Start von Sky1 in Deutschland im November an.

Erste Andeutungen in dieser Richtung hatte es auch schon im Juni bei der Broadcasting-Messe ANGACOM von Programmchefin Elke Walthelm gegeben. Im Rahmen eines von DWDL.de-Chefredakteur Thomas Lückerath moderierten Panels kam die Frage auf, ob allein Sky Atlantic - auch wegen des Namens - denn das geeignete Umfeld für die zunehmenden europäischen Eigenproduktionen von Sky sei. Ohne konkret Sky1 zu nennen, stellte Walthelm den möglichen Start eines weiteren Senders dafür in Aussicht.

Und so werden die Sky-Produktionen der europäischen Schwestern künftig auf Sky1 eine Heimat finden. Zu nennen sind hier beispielsweise "The Tunnel" oder "Hooten & the Lady", aber auch zugekaufte Serien wie "Twin Peaks", "Medici", "Bordertown", "Victoria" und "24: Legacy" sollen dort gesendet werden. Allgemein verspricht Sky "einen ebenso unterhaltsamen wie hochwertigen Mix aus exklusiven Showformaten und Serien".

Konkret heißt das also: Nachdem man inzwischen einige große Serienprojekte in Angriff genommen hat, will man nun auch größer in die Produktion klassischer Unterhaltungsshows einsteigen. Als eines der Highlights kündigt man schonmal eine deutsche Version von "MasterChef" in Aussicht. Das kommt überraschend, ist es doch nicht der erste Versuch, das international erfolgreiche Format nach Deutschland zu holen. Im Jahr 2010 versuchte sich Sat.1 unter dem Titel "Deutschlands Meisterkoch" an einer Adaption, erntete allerdings nur sehr schwache Quoten, zuvor war Vox schon an einer Adaption unter dem Titel "Kochchampion" gescheitert.

In der von Endemol Shine produzierten Sky-Version wird nun 24 Folgen lang nach dem besten Hobbykoch gesucht. Das Teilnehmerfeld besteht zu Beginn aus 120 Bewerbern, von denen nach diversen Ausscheidungsrunden 20 in die so genannte "Master Class" einziehen, wo sie sich verschiedenen Einzel- und Teamaufgaben stellen müssen. Bewertet werden die Kandidaten von einer hochkarätigen Jury. Diese besteht aus TV- und Sternekoch Ralf Zacherl, Sterneköchin Sybille Schönberger ("Hessler", Frankfurt) und Sommelier Justin Leone ("Tantris", München).

Sky1 wird zumindest in der SD-Version Teil des Sky Starter-Pakets sein und damit von allen Sky-Kunden zu empfangen sein. Auch Kabel-Kunden, die bei manch neuem Sender bei Sky gerne mal vergessen werden, sollen nicht in die Röhre schauen. Die HD-Version wird Teil des Entertainment-Pakets sein. Wie üblich sollen die Sendungen auch auf Abruf über die verschiedenen Dienste zur Verfügung stehen.

Sky bemüht sich mit dem Start von Sky1 offensichtlich, sich im Programmangebot breiter aufzustellen. "Sky für jedermann" ist die Losung, die Sky Deutschland-Chef Carsten Schmidt ausgegeben hat. Dazu gehört etwa, dass man mit den neuen Sky-Ticket-Preisen einen leichteren Einstieg für neue Kunden schaffen will, dass man seinen Sportnachrichtensender Sky Sport News HD frei empfangbar macht - und nun eben auch, dass man einen breit aufgestellten Sender wie Sky1 startet. All das soll helfen, die Abonnentenzahl nochmal deutlich zu steigern - denn das ist auch notwendig, steht man doch auch vor der Aufgabe, die nochmal massiv steigenden Kosten für die Bundesliga-Rechte auffangen zu müssen.

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