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"Keine Games oder so einen Scheiß"

Neuer Inhaber will Joiz in Musiksender umwandeln

 

Uwe Fabich, hat sich gegenüber gruenderszene.de erstmals seit der Übernahme von Joiz Germany geäußert. Klar ist: In der bisherigen Form wird es Joiz nicht mehr geben. Geplant sei ein Musiksender. Ob die Marke Joiz überlebt, ist offen.

von Uwe Mantel
05.09.2016 - 15:55 Uhr

Wie geht's weiter bei Joiz Germany in Berlin? Nachdem die Schweizer Joiz AG als Muttergesellschaft wegen Überschuldung die Segel streich musste, wurde zwar binnen kürzester Zeit ein neuer Mehrheitseigner gefunden - doch die Zukunft ist trotzdem weiterhin ungewiss. Das Sagen bei Joiz hat nun der Berliner Immobilien-Unternehmer Uwe Fabich, dem unter anderem auch der alte Postbahnhof gehört, in dem sich auch Joiz Germany eingemietet hatte. Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Mehrheitseigentümers: Joiz-Geschäftsführerin Britta Schewe wurde entlassen, auch weiteren Mitarbeitern gekündigt.

Nachdem Fabich zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar war, äußerte er sich nun gegenüber gruenderszene.de erstmals öffentlich zu seinen weiteren Plänen - und macht deutlich, dass Joiz in der bisherigen Form keine Zukunft hat. "Ich habe kein Interesse daran, einen Teenager-Sender fortzuführen", wird Fabich von gruenderszene.de zitiert. Vielmehr wolle er einen Musiksender schaffen - ob das allerdings noch unter der Marke "Joiz" geschieht, scheint noch unklar. Moderatoren des Senders sollen künftig jedenfalls "keine Games oder so einen Scheiß" mehr besprechen.

Fabich äußerte sich auch zur Entlassung von Geschäftsführerin Britta Schewe, die er für die "Millionenverluste in den letzten zwei, drei Jahren" mitverantwortlich machte - auch wenn sich die Geschäftszahlen nach einer ersten Insolvenz zuletzt gebessert hatten. Laut Fabich hätte Joiz Germany trotzdem kurzfristig Insolvenz anmelden müssen, wenn er nicht als Investor eingesprungen wäre. Bei allen Umbauplänen: Einen Teil des Personals des bisherigen Joiz will Fabich übernehmen. Es soll dann am neuen Standort - dem alten Funkhaus in Berlin-Oberschönweide, wo Fabich ein Musikzentrum aufbauen will - arbeiten, wohin derzeit auch schon Teile der technischen Ausrichtung gebracht würden.

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