Hubert Burda Media © Hubert Burda Media
Aufgrund verstärkter Internationalisierung

Burda verpasst sich neue Struktur und wird zur SE

 

Hubert Burda Media rüstet sich für die Zukunft und schraubt an der Unternehmensstruktur: Wie der Konzern nun mitgeteilt hat, wird künftig eine SE für die Geschäftsleitung zuständig sein. Unterdessen hat man Cyberport komplett übernommen.

von Timo Niemeier
04.07.2017 - 15:20 Uhr

Umstrukturierung bei Hubert Burda Media: Für die Geschäftsleitung des Konzerns wird künftig eine Europäische Gesellschaft (SE) zuständig sein. Das hat das Unternehmen nun mitgeteilt. Grund für die neue Rechtsform sei die verstärkte Internationalisierung des Konzerns. Die SE wird künftig von einem Verwaltungsrat geführt, Hubert Burda selbst bleibt auch weiterhin persönlich haftender Gesellschafter und vertritt in operativen Fragen die Stimmen seiner Kinder Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler. Burdas Kinder sollen den Konzern irgendwann übernehmen. Alle drei gehören dem Verwaltungsrat an.

Die Änderung betrifft nur die Konzernholding, für alle anderen Gesellschaften ergeben sich keine Veränderungen. Das Unternehmen bleibt im Familienbesitz: Die Gesellschaftsanteile liegen zu je knapp 37,5 Prozent bei Jacob Burda und Elisabeth Furtwängler und zu ca. 25,1 Prozent bei Hubert Burda. Paul-Bernhard Kallen bleibt auch in der neuen Struktur der operativ verantwortliche CEO und übernimmt zusätzlich den Vorsitz im Verwaltungsrat.

Hubert Burda sagt zur veränderten Struktur: "Mit dem Beitritt einer SE in die konzernleitende Holding KG haben wir eine sehr gute Lösung für die Zukunft geschaffen. Paul-Bernhard Kallen ist eine Unternehmerpersönlichkeit an der Spitze, die einerseits die erforderliche Kontinuität gewährleistet und andererseits die Transformation unserer Geschäfte entschieden vorantreibt. Ich freue mich sehr, dass wir ihn langfristig binden konnten und dadurch die notwendige Stabilität für die nächste Dekade geschaffen haben. Ich habe größtes Vertrauen, dass meine Kinder einmal ein sehr gut aufgestelltes, innovatives und zukunftsfähiges Unternehmen übernehmen werden."

Bereits am Montag hatte Burda mitgeteilt, dass man das Tech-Portal Cyberport nun komplett übernommen habe. Burda ist bereits seit 1999 an dem Unternehmen beteiligt und besitzt seit 2000 einen Mehrheitsanteil. Nun hat der Konzern die noch verbleibenden zwei Prozent des Unternehmens vom bisherigen Mitgesellschafter und Cyberport-Gründer Olaf Siegel übernommen. Burda ist nun alleiniger Eigentümer der Cyberport GmbH, die 2015 einen Umsatz in Höhe von 673 Millionen Euro erwirtschaftete.

 

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