Hart aber fair © WDR/Klaus Görgen
Nach 2012 und 2015

WDR-Rundfunkrat kritisiert mal wieder die ARD-Talkshows

 

Schon 2012 und 2015 hat der WDR-Rundfunkrat die ARD-Talkshows kritisiert, diese Kritik wurde nun erneuert. Es geht um die Themenvielfalt und die Auswahl der Gäste. Drei der Talks bleiben dennoch bis 2020 im Programm.

von Timo Niemeier
04.09.2017 - 10:37 Uhr

Auf seiner jüngsten Sitzung hat der WDR-Rundfunkrat die Vertragsverlängerungen von "Maischberger", "Anne Will" und "hart aber fair" bestätigt. Die drei Sendungen sind damit bis ins Jahr 2020 zu sehen. Dennoch nutzte das Gremium die Möglichkeit, um die genannten Talks zu kritisieren, das hat eine gewissen Tradition. Bereits 2012 und 2015 kritisierte der Rundfunkrat die Diskussionssendungen im Ersten.

Die Hauptkritikpunkte des Rundfunkrats zur Themenvielfalt und zu einer ausgewogenen Gästeauswahl in den Sendungen würden weiterhin fortbestehen, heißt es von dem Gremium. Zur Erinnerung: 2015 führte der Rundfunkrat in einem Papier einige Kritikpunkte ausführlich aus. Darin hieß es unter anderem, dass es zu Gästehäufungen komme, zu wenige Frauen eingeladen würden und dass die Vielfalt der Gäste grundsätzlich zu wünschen übrig lasse. Zudem kritisierte man damals, dass die Themen zwischen den Talksendungen nicht hinreichend abgesprochen werden würden. All diese Kritikpunkte bestehen laut dem Rundfunkrat auch heute noch.

"Die Themen müssen nach gesellschaftlicher Relevanz ausgewählt werden und dürfen nicht zu reißerisch sein", schreibt das Gremium jetzt in einer weiteren Stellungnahme. Zudem fordert der Rundfunkrat, dass bei der Auswahl der Gäste mehr auf die "Sachkompetenz" geachtet werden müssen. Bereits 2015 empfahl man: "Es darf nicht Anspruch an die Gäste sein, dass sie streitwillig und streitfähig sind."

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