Vollblut © ServusTV/SAM-Film/Martin Hörmandinger
Ausstrahlung unter neuem Titel

ARD kauft Pferdeserie "Trakehnerblut" von Servus TV

 

Seit Anfang November zeigt Servus TV in Österreich seine erste, eigenproduzierte Dramaserie. In Deutschland wird diese im Ersten zu sehen sein, der Sender zeigt die Folgen als 90-Minüter ab Januar.

von Timo Niemeier
07.12.2017 - 15:25 Uhr

"Wenn man ein Vollprogramm sein will, darf man sich eigenproduzierten fiktionalen Serien nicht verschließen." Das hat der österreichische Servus-TV-Chef Ferdinand Wegscheider vor wenigen Wochen auf der Programm-Pressekonferenz des Senders gesagt. Kurz darauf startete mit "Trakehnerblut" die erste eigenproduzierte Dramaserie des Senders. Und die Quoten stimmen: Zwar ging es nach einem sehr starken Auftakt bergab, doch die Serie liegt deutlich über dem Senderschnitt. 2018 schafft es "Trakehnerblut" auch nach Deutschland - Das Erste wird die Serie allerdings unter einem neuen Titel zeigen.

Ab dem 20. Januar wird Das Erste die Serie von Servus TV zur besten Sendezeit unter dem Titel "Gestüt Hochstetten" ausstrahlen. Während in Österreich insgesamt acht rund 45-minütige Folgen liefen, setzt Das Erste in Deutschland auf vier 90-Minütiger. Geplant ist eine wöchentliche Ausstrahlung. 

Dass "Trakehnerblut" in Deutschland im Ersten und nicht bei Servus TV läuft, mutet etwas kurios an. Gerade auch, weil der Sender hierzulande eigentlich wachsen will und sich dadurch ein Alleinstellungsmerkmal gesichert hätte. "Content-Vermarktung war schon immer Teil unseres Business-Modells, in dessen Rahmen es daher geplant war, die Serie außerhalb Österreichs zu verkaufen. In Deutschland hat die Programmstrategie derzeit zudem eine andere Ausrichtung als in Österreich. Hier liegt der Fokus auf den Bereichen Filme, Doku, Sport und Kultur und nicht auf Serien", heißt es nun vom Sender. Geschäftsführer Wegscheider freut sich derweil über die "schöne Bestätigung" seiner Strategie.

Produziert wurde "Trakehnerblut" übrigens von der Münchner Produktionsfirma Sam Film. Als Produzenten waren Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton an Bord, Regie führten Andreas Herzog und Christopher Schier. Die Drehbücher stammen aus der Feder von Lea Schmidbauer.

Inhaltlich geht es in der Serie um Alexandra Winkler (Julia Franz Richter), die in einem Wiener Arbeiterbezirk lebt. Sie ist in einer Brotfabrik angestellt und spart für ihren Traum: einen eigenen Backshop! Als die 23-jährige Vollwaise erfährt, dass sie die uneheliche Tochter eines verstorbenen Gutsherrn ist und von ihm das Trakehnergestüt Hochstetten erbt, erscheint ihr das alles wie ein Traum - aus dem sie schon bald unsanft aufwachen wird. Ihre Halbgeschwister Maximilian (Christoph Luser), Silvia (Patricia Aulitzky) und Leander (Laurence Rupp) können es nämlich kaum fassen, ausgerechnet beim Filetstück des Familienerbes übergangen worden zu sein. Wortführer Maximilian, der das Gut verwaltet, droht Alexandra, das Testament anzufechten und macht ihr ein "großzügiges" Angebot: 200.000 Euro auf die Hand, wenn sie sofort verzichtet! Damit würde sie aber völlig ungenügend abgespeist werden.

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