Live vom Deutschen Fernsehpreis © DWDL/DFP
So lief die Verleihung in Köln

Zum Nachlesen: Ticker zum Deutschen Fernsehpreis

 

Im Palladium in Köln wurde am Freitagabend der Deutsche Fernsehpreis 2018 verliehen. Zu sehen gab es ihn auch in diesem Jahr nirgends. Dafür haben wir alle Preise, Dankesreden und Sprüche im Saal in einem Live-Ticker begleitet.

von Uwe Mantel , Köln
26.01.2018 - 20:12 Uhr

(22:38)
Und damit endet die diesjährige Verleihung des Deutschen Fernsehpreises. Unser herzlicher Glückwunsch an die Gewinner. Von uns folgt in Kürze noch eine kompakte Zusammenfassung der Gewinner und des Abends.

(22:31)
Zitate aus Gottschalks Dankesrede:

  • "Früher haben Sie oft gesagt: Er ist das Letzte! Heute höre ich, ich bin der Letzte!"
    "Ich habe Angst gehabt, ich höre meinen eigenen Nachruf, aber so schlimm war's nicht."
  • "Ich danke Sat.1, die mich als Ehrenpreisträger ausgewählt haben. Die wussten natürlich, dass ich in den letzten Jahren einen Lauf hatte.Ich fürchte, sie haben damit die Planungen des ZDF für das Jahr 2028 durchkreuzt."
  • "Viele klagen, dass der Fernsehpreis nicht mehr im Fernsehen zu sehen ist. Jetzt, wo ich hier war, find ich's gar nicht mehr so schlimm."
  • "Ich bin froh, die beste Zeit dieses Mediums erlebt zu haben. Wir Fernsehmacher haben uns da nicht genügend gewehrt, sind den anderen zu schnell nachgelaufen und haben auch versucht, unser Heil im Netz zu finden. Lasst uns uns auf das besinnen, was wir alle können."
  • Und als Anspielung auf Reich-Ranicki: "Ich gehöre in die Reihe derer, die hier heute ausgezeichnet wurden und bin darauf sehr stolz und nehme daher diesen Preis an."

(22:30)
"Der Ehrenpreis geht an Thomas Gottschalk - hoffentlich nimmt er ihn auch an" endet der Einspieler für den Ehrenpreisträger. Damit wäre diese unvermeidbare Anspielung auf die Szene mit Marcel Reich-Ranicki auch abgehandelt.

(22:24)
Joko "Er ist der letzte große Entertainer, den dieses Land hat.
In einer Zeit, in der sich jeder als Marke versteht, ist er der Typ, der sagt: 'Gibt's da Publikum? Gut, mach ich?'"

(22:23)
Joko: Man findet niemanden, der in der Branche ein schlechtes Wort über Thomas Gottschalk sagen würde. Stattdessen hat jeder eine Anekdote zu Gottschalk

(22:22)
Sie fragen sich auch, warum Joko?
Thomas Gottschalk hat ihn gefragt.

(22:19)
Die Laudatio auf Thomas Gottschalk hält Joko Winterscheidt.
Schöneberger: "Er soll demnächst eine eigene Zeitschrift rausbringen. Wer macht denn sowas? Da bin ich ja mal gespannt, ob sowas funktioniert..."

(22:15)
Wie sehr Serien in diesem Jahr dominiert haben, zeigt auch die Tatsache, dass es die letzte Kategorie ist, die in diesem Jahr verliehen wird.

Und der Preis geht an "Babylon Berlin", das damit mit 4 Preisen, darunter die Königskategorie, der Gewinner des Abends ist.

Beste Drama-Serie

  • Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
  • Charité (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film)
  • Hindafing (BR/NEUESUPER)
  • Das Verschwinden (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
  • 4 Blocks (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

(22:12)
In der Kategorie Beste Regie setzt Marvin Kren durch - und sichert "4 Blocks" damit schon den dritten Preis an diesem Abend, damit zieht die TNT-Serie-Serie mit "Babylon Berlin" gleich.

Beste Regie

  • Marvin Kren für 4 Blocks (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
  • Hans-Christian Schmid für Das Verschwinden (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
  • Tom Tykwer, Henk Handloegten, Achim von Borries für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

(22:10)
Hans-Christian Schmid und Bernd Lange werden für die ARD-Miniserie "Das Verschwinden" ausgezeichnet, für die Julia Jentsch auch schon einen Preis als Beste Schauspielerin erhielt.

Bestes Buch

  • Hanno Hackfort, Richard Kropf, Bob Konrad für 4 Blocks (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
  • Anne-Marie Keßel für Nackt. Das Netz vergisst nie. (SAT.1/Westside/Meta Productions)
  • Hans-Christian Schmid, Bernd Lange für Das Verschwinden (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)

(22:05)
Im Bereich Comedyserie setzt sich der RTL-Hit "Magda macht das schon" gegen "jerks" von ProSieben und Maxdome sowie die ZDFneo-Produktion "Blaumacher" durch.

Beste Comedyserie

  • Blaumacher (ZDFneo/Dreamtool)
  • jerks. (ProSieben/maxdome/Talpa Germany)
  • Magda macht das schon! (RTL/Polyphon)

Für RTL ist es übrigens der erste Fernsehpreis des Abends.

Barbara Schönebergers Anmerkungen kamen offenbar nicht überall gut an. Beatrice Kramm stellt jedenfalls nochmal klar: "Wir machen Filme, die wir gut finden!"

Und Sebastian Andrae weist nochmal darauf hin, dass ohne Autoren gar nichts geht und dass sie unbedingt immer mit auf die Bühne sollen - eine der großen Diskussionen der letzten Tage.

(22:02)
Und da ist der nächste Preis für "Babylon Berlin", diesmal für die beste Kamera.

Beste Kamera

  • Eeva Fleig für Blaumacher (ZDFneo/Dreamtool)
  • Frank Griebe, Bernd Fischer, Philipp Haberlandt für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
  • Judith Kaufmann für Der gleiche Himmel (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) und Tatort: Amour fou (ARD/RBB/Real Film Berlin)

(21:58)
Wenn "Babylon Berlin" mit einem im Gedächtnis blieb, dann mit seinem Titelsong. Dementsprechend heißen die Gewinner im Bereich Beste Musik auch...

Beste Musik

  • Johnny Klimek, Tom Tykwer für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
  • The Notwist für Das Verschwinden (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
  • Stefan Will, Marco Dreckkötter für 4 Blocks (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)

2. Preis für "Babylon Berlin" heute Abend.
Guter Einfall: Beim Auftritt die Musik von "Babylon Berlin" statt des 08/15-Standard-Jingles zu spielen. Leider hatten ihn nur wir und nicht die Produzenten des Fernsehpreises.

(21:55)
Wir sind zurück in den fiktionalen Kategorien.
Und im Bereich Bester Schnitt gibt's den zweiten Preis des Abends für die Macher von "4 Blocks".

Bester Schnitt

  • Jan Hille, Lars Jordan für 4 Blocks (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
  • Darius Simaifar für Alarm für Cobra 11 (RTL/action concept)
  • Antje Zynga, Alexander Berner, Claus Wehlisch für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)

(21:49)
"Ich bin dafür, wir sollten die Quoten auf Dauer abschaffen und wie die Waldorf-Schulen auf halbjährliche Beurteilungen umstellen", greift Barbara Schöneberger die Quotenpanne nochmal auf. "Wenn wir keine Quoten mehr hätten, würden wir Fernsehen machen, das uns selber gefällt. Absurd!"
Sagt natürlich viel über das Fernsehen aus, das derzeit gemacht wird.

(21:47)
Die etwas umständlich "Beste gestalterische Leistung Unterhaltung" benannte Kategorie wurde neu geschaffen, um auch außerhalb der fiktionalen Kategorien besondere Leistungen hinter der Kamera würdigen zu können.

Ausgezeichnet wird Mark Achterberg für seine Live-Regie bei "Let's dance" und dem "Topmodel"-Finale. Für ihn ist es schon der zweite Fernsehpreis des Abends (er führte auch bei "The Voice" Regie)

Beste gestalterische Leistung Unterhaltung (Regie, Buch, Schnitt)

  • Mark Achterberg (Regie) für seine Live Regie von Let's Dance (RTL/Seapoint/Tower) und Germany's next Topmodel – Das Finale (ProSieben/Redseven Entertainment)
  • Micky Beisenherz, Jens Oliver Haas und Jörg Uebber (Buch) für das Moderationsbuch von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! (RTL/ITV Studios Germany)
  • Ralf Kamin und Christian Bender für ihren Schnitt von The Taste (Sat.1/Redseven Entertainment)

(21:40)
Die beste Unterhaltung Primetime bietet laut Jury ein langlaufendes Format: "The Voice of Germany". Für die Castingshow ist es nach 2012 (für die 1. Staffel) die zweite Auszeichnung bei der insgesamt 4. Nominierung. Die Jury will offenbar würdigen, dass es schaffte, das Format so lange frisch zu halten.

Beste Unterhaltung Primetime

  • Ninja Warrior Germany (RTL/Norddeich TV)
  • Sing meinen Song – Das Tauschkonzert (VOX/Talpa Germany)
  • The Voice of Germany (ProSieben/Sat.1/Talpa Germany)

Mark Forster hat es geschafft, früher einen Fernseh- als einen Musikpreis zu gewinnen: "Ich hab noch nie nen Echo gewonnen, aber ich freu mich um so mehr über den Deutschen Fernsehpreis."

(21:35)
In der nächsten Kategorie sind drei völlig unterschiedliche Dinge zusammengewürfelt. Problem: Luke Mockridge ist wie schon erwähnt nicht da, Sonja Zietlow und Daniel Hartwich natürlich auch nicht, weil sie im australischen Dschungel weilen.

Die längste Rede des Abends kommt daher von Dr. Bob, der aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen noch vor Verkündung des Siegers in einem länglichen Einspieler zu sehen ist und über die Moderationsleistung von Sonja Zietlow und Daniel Hartwich lobhudelt (die er by the way mangels Deutschkenntnissen nicht versteht).

Gewonnen hat aber dann Michael Kessler, der den Preis auch persönlich entgegen nehmen kann für "Kessler ist". Etwas überraschend ist es die erste Auszeichnung für das häufig gelobte Format.

Beste Moderation/Einzelleistung Unterhaltung

  • Michael Kessler für Kessler ist… Wolfgang Bosbach (ZDF/ITV Studios Germany)
  • Luke Mockridge für Luke! – Die Schule und ich/Die Woche und ich/Die 90er und ich/Das Jahr und ich (Sat.1/Brainpool TV)
  • Sonja Zietlow, Daniel Hartwich für Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! (RTL/ITV Studios Germany)

(21:31)
Max Giermann sagt mit der Stimme von Donald Trump den Gewinner im Bereich Factual Entertainment an. Es ist wie im Vorjahr "Kitchen Impossible".

Bestes Factual Entertainment

  • Dein Song (Kika/ZDF/bsb-film/MBTV)
  • Feuer & Flamme – Mit Feuerwehrmännern im Einsatz (WDR/SEO Entertainment)
  • Kitchen Impossible (VOX/Endemol Shine Germany)

Und damit trifft Tim Mälzer wieder auf Barbara Schöneberger, die er im vergangenen Jahr noch als "Tittending" auf der Bühne bezeichnet hatte. "Ich muss hinzufügen, dass sie eine fantastsische Persönlichkeit und einen tollen Charakter hat", sagt er mit Augenzwinkern. Und Lob gibt's von Tim Mälzer auch noch für "Feuer & Flamme": "Scheiß Titel, aber der Rest ist super".

(21:28)
Weiter geht's mit der Besten Comedy - und hier geht der Preis an einen echten Klassiker: Im 42. Jahr seines Bestehens geht der Fernsehpreis erstmals an "extra 3". Christian Ehring lobt seine dysfunktionale Familie bei "extra 3", mit der er so gerne zusammenarbeite.

Beste Comedy

  • extra 3 (ARD/NDR)
  • heute-show (ZDF/Prime Productions/Knacker Einfach Medienproduktion)
  • Kroymann (ARD/RB/Bildundtonfabrik)

(21:23)
Lässt sich schonmal gut an für Luke Mockridge: Seine Late-Night-Show setzt sich gegen das in den vergangenen beiden Jahren siegreiche "Neo Magazin Royale" sowie die "Pierre M. Krause Show" durch. Später ist er nochmal für die beste Moderation im Bereich Unterhaltung nominiert.
Luke Mockridge steht heute allerdings in Erfurt auf der Bühne, wo er jetzt per Facetime-Anruf die frohe Kunde überbracht bekommt. Der Stream ist aber mindestens so ruckelig wie unser Livestream vom Roten Teppich...

Beste Unterhaltung Late Night

  • Luke! – Die Woche und ich (Sat.1/Brainpool TV)
  • Neo Magazin Royale (ZDF/ZDFneo/Bildundtonfabrik)
  • Die Pierre M. Krause Show (SWR)

Erkenntnis: "Der hat ja mehr Publikum als wir! Nächstes Jahr gehen wir nach Erfurt."

(21:18)
Fahri Yardim sagt auf die Frage, ob er sich bislang gelangweilt habe, lieber nichts. Jetzt geht's weiter zu den Unterhaltungskategorien.

(21:14)
Und zur Überraschung aller gibt's noch einen zweiten Nachwuchspreis: Er geht an Louis Klamroth für die n-tv-Sendung "Klamroths Konter". "Konfrontativ, kritisch, kurzweilig", sei die Sendung. "Da fragt einer, der es ganz genau wissen und die Antworten auch wirklich hören", so die Jury.

Klamroth hat schonmal eine Preis bekommen - damals bei der Kamera aus der Hand vom heutigen Ehrenpreisträger Thomas Gottschalk. Und wie damals gibt's auch diesmal wieder 10.000 Euro.

(21:09)
Der Nachwuchspreis geht an Fabian Köster, bei Politikerinterviews im Einsatz für die "heute-show". "Schlagfertig, unglaublich schnell im Kopf mit Killerinstinkt", urteilt die Jury, die lobt, dass er den Politikern "selbst im Alter von 22 Jahren mit Chuzpe begegnet".

(21:05)
Marietta Slomka darf direkt noch den nächsten Preisträger verkünden: "Die nervöse Republik"

Beste Dokumentation/Reportage

  • Drei Tage im September. Angela Merkels einsame Entscheidung (Arte/MDR/Broadview TV)
  • Nervöse Republik – Ein Jahr Deutschland (ARD/NDR/RBB/ECO Media)
  • RTL Extra: Fake News (RTL/infoNetwork/Redaktion extra)
  • Die Story im Ersten: Das Darknet – Eine Reise in die digitale Unterwelt (ARD/NDR)
  • ZDFzoom: Gefährliche Verbindungen – Trump und seine Geschäftspartner (ZDF)

Sensationelle Idee übrigens: Man zeigt zur Abwechslung mal ein paar Ausschnitte, damit jeder weiß, worum es geht.

(21:00)
Drei Damen sind für ihre Moderation im Bereich Info nominiert. Und durchsetzen konnte sich Marietta Slomka für ihre Interview im "heute-journal"

Beste Moderation / Einzelleistung Information

  • Dunja Hayali für ZDF-Morgenmagazin (ZDF) und ihre Reportagen in dunja hayali (ZDF/doclights/Riverside)
  • Caren Miosga für ihre Interviews in den Tagesthemen (ARD)
  • Marietta Slomka für ihre Interviews im heute journal (ZDF)

"Ich habe schon vor 17 Jahren gehört, dass 'heute-journal' ein Dinosaurier-Format wäre. Wir haben heute mehr Zuschauer als Ende der 90er, unsere Zahlen sind gerade in den letzten Jahren nach oben gegangen. Das gibt mir und meinen Kollegen die Hoffnung, dass es weiter einen Bedarf nach Information und Einordnung gibt."

(20:55)
Da werden wieder manche den Untergang des Abendlandes kommen sehen: Die beste Information geht an RTL II. "Und alle waren angezogen während der Sendung!", ist Barbara Schöneberger ganz überrascht.

Beste Information

  • Endlich Klartext! – Der große RTL II Politiker-Check (RTL II/doclights)
  • Fahrbereitschaft (rbb/Räuberleiter GmbH)
  • Volksvertreter (ZDFneo/Wieduwilt Film & TV Production)

Ein besonderer Dank der Macher geht auch an RTL II dafür, dass der Sender als einziger der zweiten Generation eine eigene Info-Redaktion aufrecht erhält.

(20:52)
Im Bereich Infotainment setzt sich "Terra X" durch - ProSieben bleibt die Anerkennung für die Entscheidung, "Uncovered" auf recht prominentem Sendeplatz fortzusetzen.

Bestes Infotainment

  • Panorama – die Show: Früher war alles besser (NDR)
  • Terra X: Der große Anfang – 500 Jahre Reformation (ZDF/Cross Media/Eikon Nord/Eikon Südwest/IFAGE)
  • Uncovered (ProSieben/pqpp2)

Harald Lesch: "Es gibt im Fernsehen meist nur zwei Währungen: Die Höhe des Budgets und die Einschaltquote. was vergessen wird, ist die Freude am  Arbeiten. Daher will ich mich bei meinem Team bedanken."

(20:51)
"Niki Lauda ist nicht da, der hat eine Airline gekauft, Boris Becker ist auch nicht da, da ist vermutlich der Flixbus im Hunsrück falsch abgebogen", kommentiert Barbara Schöneberger. Gewonnen hat Becker gemeinsam mit Stach trotzdem - und zwar zum zweiten Mal in Folge. (In Wahrheit ist Becker natürlich bei den Australian Open, nicht im Flixbus). Der Preis bleibt daher auch unabgeholt.

Beste Sportsendung

  • Sascha Bandermann, Rick Goldmann und Basti Schwele für ihre Kommentare bei der Eishockey-WM (Sport1)
  • Florian König und Niki Lauda für ihre Kommentare bei der Formel 1 (RTL)
  • Boris Becker und Matthias Stach für ihre Kommentare bei den US Open (Eurosport)

(20:45)
Die Kategorie "Information" wird nun von Alexa angesagt. (Ja, wirklich).

(20:43)
In diesem Jahr gibt's im Saal ein Tippspiel, in dem alle Gäste ankreuzen können, wem sie die Preise vergeben hätte. Wer die meisten Übereinstimmungen hat, könne Preise gewinnen. Etwas mehr Gedanken, wie man eine Preisverleihung sehenswerter gestalten kann, wären auch nicht schlecht gewesen.

(20:39)
Als bester Mehrteiler wird "Brüder" über die Wandlung eines Studenten zum IS-Kämpfer ausgezeichnet. Mit auf die Bühne darf dank ihres Protests auch Kristin Derfler, die Autorin des Zweiteilers. Sie stieß die Diskussion über die Nicht-Nominierung der Autoren in den Werkskategorien an, aufgrund derer dann die bislang fragwürdige Nominierungspraxis geändert wurde.

Bester Mehrteiler

  • Brüder (ARD/SWR)
  • Der gleiche Himmel (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
  • Tod im Internat (ZDF/TV60 Filmproduktion)

Gewidmet wurde der Preis den Opfern des Anschlags vom Breitscheidplatz.

(20:33)
Der beste Fernsehfilm des vergangenen Jahres war aus Sicht der Jury "Eine unerhörte Frau" und lief im ZDF.

Bester Fernsehfilm

  • Eine unerhörte Frau (ZDF/arte/Lailaps Pictures)
  • Katharina Luther (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)
  • Zuckersand (ARD/BR/ARD Degeto/MDR/Claussen + Putz/Wilma Film

Viel Lob gibt's nochmal für Reinhold "Ello" Elschot, der nach einer Erklärung des Films in nur 3 Sätzen gesagt habe, dass man das umsetzt und einer kleinen Firma das Vertrauen geschenkt habe.

(20:31)
Und weiter geht's in atemberaubender Geschwindigkeit mit der besten Schauspielerin. Der Preis geht an Julia Jentsch für "Das Verschwinden", die allerdings nicht im Saal ist, stattdessen gibt's eine vorgelesene E-Mail.

Beste Schauspielerin

  • Liv Lisa Fries für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
  • Julia Jentsch für Das Verschwinden (ARD/ARD Degeto/BR/NDR/SWR/23/5 Filmproduktion/MIA Film)
  • Anna Schudt für Ein Schnupfen hätte auch gereicht (RTL/Zeitsprung Pictures)
  • Nadja Uhl für Tod im Internat (ZDF/TV60 Filmproduktion)
  • Felicitas Woll für Nackt. Das Netz vergisst nie. (SAT.1/Westside/Meta Productions) und Das Nebelhaus (SAT.1/Wiedemann & Berg)

(20:27)
Weiter geht's mit dem Besten Schauspieler. Und hier geht der Preis an Kida Khodr Ramadan für die vielgelobte TNT-Serie-Serie "4 Blocks"

Bester Schauspieler

  • Maximilian Brückner für Hindafing (BR/NEUESUPER) und Zwischen Himmel und Hölle (ZDF/UFA Fiction/MIA Film)
  • Edin Hasanović für Brüder (ARD/SWR)
  • Peter Kurth für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
  • Kida Khodr Ramadan für 4 Blocks (TNT Serie/Wiedemann & Berg Film)
  • Tom Schilling für Der gleiche Himmel (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film) 

Von wegen harter Gangster: Kida Khodr Ramadan sagt gleich mal, dass er ein weiches Herz hat, grüßt als erstes seine Frau und seine Kinder und kann sich auch tatsächlich ein Tränchen nicht verkneifen. "Mein Vater wär stolz auf mich", schließt er seine Dankesrede.

(20:25)
Es wird also kurz und schmerzlos. Los geht's mit der Besten Ausstattung. Und der erste Preis des Abends geht auch an die meistnominierte Produktion des Abends: "Babylon Berlin"

Beste Ausstattung

  • Pierre-Yves Gayraud (Kostümbild), Uli Hanisch (Szenenbild) für Babylon Berlin (Sky/ARD/ARD Degeto/X Filme Creative Pool/Beta Film)
  • Bernd Lepel (Szenenbild) für Charité (ARD/MDR/UFA Fiction/MIA Film) und Der gleiche Himmel (ZDF/UFA Fiction/Beta Film/Rainmark Films/MIA Film)
  • Esther Walz (Kostümbild) für Katharina Luther (ARD/MDR/ARD Degeto/BR/SWR/Eikon Süd/Cross Media/Conradfilm/Tellux Film)

(20:23)
Laudatoren gibt's heute gar nicht, man will die Veranstaltung wohl schnell hinter sich bringen. Schönberger: "Wir machen's wie zuhause, verzichten auf das Vorspiel und kommen direkt zur Sache"

(20:16)
Schöneberger lästert weiter und singt: "Kein Schwein schaut uns zu, keine Sau interessiert sich für uns. Aber wir haben uns verbessert: Im letzten Jahr waren wir in einer Mehrzweckhalle in Düsseldorf, heute sind wir in einer Lagerhalle in Köln. Läuft!"

(20:14)
Schöneberger: Ich mach euch als Moderatorin heute die Helene Fischer. Frei nach dem Credo von Thomas Ebeling aber eben "ein bisschen fett, ein bisschen arm."

(20:12 Uhr)
Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises beginnt einer singenden Barbara Schöneberger zur "Babylon-Berlin"-Musik. Sehen und hören kann das trotz ihres Einsatzes übrigens wie auch in den letzten Jahren niemand, weil die Sender die Gala nicht für übertragungsfähig halten. Wir halten Sie daher mit diesem Ticker auf dem Laufenden.

Über den Autor

Uwe Mantel ist stellvertretender Chefredakteur des Medienmagazins DWDL.de. Schaut seit den 80ern Fernsehen und schreibt seit 2004 auch darüber. Kann sich sowohl in gute Serien als auch trockene Zahlen vertiefen. Und seine fränkische Herkunft nicht verleugnen.

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