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Job- und Immobilienportale boomen

Axel Springer mit guten Geschäftszahlen für 2017

 

Axel Springer hat Umsatz und Gewinn im vergangenen Geschäftsjahr steigern können, ein Großteil der Erlöse stammt aus dem Digitalgeschäft. Für 2018 ist der Vorstand optimistisch: Das Wachstum soll weitergehen.

von Timo Niemeier
08.03.2018 - 08:36 Uhr

Der Umsatz der Axel Springer SE hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 deutlich um 8,3 Prozent auf 3,563 Milliarden Euro gesteigert. Das hat der Medienkonzern nun bekanntgegeben. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte stieg der Umsatz immer noch um 6,3 Prozent. Das bereinigte EBITDA verzeichnete ein Plus von 8,5 Prozent auf 645,8 Millionen Euro. Man habe damit "alle Konzernziele erreicht", teilt das Unternehmen mit.

Springer betont, dass insbesondere die digitalen Geschäftsmodelle zum Wachstum beigetragen haben, sie wuchsen um 12,5 Prozent. Sie lieferten beispielsweise 71,5 Prozent der Umsatzerlöse und sogar 87,1 Prozent der Werbeerlöse. 80 Prozent der Konzern-EBITDA kommen ebenfalls aus dem Digitalgeschäft. Besonders die Job- und Immobilienportale des Unternehmens performen weiterhin sehr gut, beim Umsatz legten die gesamten Rubrikenangebote um 12,7 Prozent zu. Die Zahl der Springer-Mitarbeiter wuchs von 15.323 auf 15.836.

Bei der Prognose für 2018 ist man optimistisch: Axel Springer prognostiziert einen Umsatzanstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Das EBITDA soll im niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen. Im Bereich News Media, hier bündelt Springer unter anderem seine Print-Titel "Bild", "Welt" und deren Online-Portale, erwartet der Konzern einen Umsatzrückgang. Hier würden sich die Entkonsolidierungseffekte aus dem Verkauf des Print-Portfolios in der Slowakei ab Mitte des Jahres auswirken, so Springer. Auch das EBITDA soll in diesem Bereich organisch leicht sinken. 2017 steigerte sich der Umsatz hier noch leicht um 1,9 Prozent auf 1,510 Milliarden Euro. Vor allem "Business Insider" wuchs weiter kräftig, aber auch "Bild" und "Welt" erzielen weiterhin hohe Umsätze. Springer spricht dennoch von einem "herausfordernden Umfeld" und einem "allgemein rückläufigen Printmarkt".

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE, sagt zu den nun vorgelegten Zahlen: "Mit seiner deutlichen organischen Steigerung von Umsatz und EBITDA dokumentiert Axel Springer eine neue Entwicklungs-Phase - als digitales Wachstumsunternehmen. Ob aktuelles Weltgeschehen, die nächste Wohnungs- oder Jobsuche - unsere Angebote informieren verlässlich, unterhalten und geben in verschiedensten Lebenslagen Orientierung. Auf diesem Erfolgsmodell werden wir im laufenden Jahr weiter aufbauen."

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