Bild © Springer
Neuer Foto-Stil

"Bild" will seine "Girls" nicht mehr "oben ohne" zeigen

 

Umdenken in der "Bild"-Redaktion: Wohl auch vor dem Hintergrund der "MeToo"-Debatte will das Blatt künftig keine Oben-ohne-Fotos von Frauen mehr zeigen. Im Gegenzug wird ein "zeitgemäßerer Fotografie-Stil" in Aussicht gestellt.

von Alexander Krei
12.03.2018 - 09:52 Uhr

Nackte Tatsachen prägten die "Bild"-Zeitung über Jahrzehnte hinweg, doch in Zukunft will das Springer-Blatt auf "Oben-ohne-Fotografien" verzichten. Grund für die Entscheidung ist offenbar ein Umdenken in der Redaktion. "Unser Gefühl in den letzten Monaten war zunehmend, dass viele Frauen diese Bilder als kränkend oder herabwürdigend empfinden, sowohl bei uns in der Redaktion, aber auch unter unseren Leserinnen", erklärte "Bild" am Montag.

Man glaube nicht, "dass die Unterhaltung von Männern die Kränkung von Frauen in Kauf nehmen sollte (und natürlich auch nicht umgekehrt)", heißt es nun, auch wenn man darauf verweist, dass sich all die Frauen in der Vergangenheit freiwillig für "Bild" ausgezogen hätten und erotische Kunst und Fotografie "eine große Errungenschaft freier Gesellschaften" seien.

Ganz freil von Erotik will "Bild" allerdings auch in Zukunft nicht bleiben. So kündigt das Blatt den Versuch an, "einen neuen, zeitgemäßeren Fotografie-Stil für Erotik" etablieren zu wollen. Bei der Auswahl der Bilder wolle man vorsichtiger und nachdenklicher sein. "Der Blick von Frauen auf solche Fotos muss in unserer Zeit genauso wichtig sein wie der von Männern", argumentiert "Bild". Nackt-Fotos, über die nach "Bild"-Meinung "das Land spricht", wie etwa jene von Katarina Witt im "Playboy", will man aber auch weiterhin zeigen.

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