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Keine Einigung

"Schlechter Witz": Tarifverhandlungen festgefahren

 

Die Tarifverhandlungen für Zeitungsredakteure kommen weiter nicht voran, nach der jüngsten Verhandlungsrunde liegen Gewerkschaften und BDZV noch immer weit auseinander. Der DJV spricht gar von einem "schlechten Witz" der Verleger.

von Timo Niemeier
12.03.2018 - 17:53 Uhr

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für Journalisten bei Tageszeitungen ist am Montag ohne Ergebnis beendet worden. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) spricht von einem "völlig unzureichenden Ergebnis". Der Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hatte 2,6 Prozent mehr Gehalt angeboten - bei einer Laufzeit von 30 Monaten. Jungredakteure sollen demnach 120 Euro mehr bekommen, Volontäre wären davon aber ausgeschlossen.

DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring rechnet vor, dass das Angebot einer jährlichen Gehaltssteigerung von 1,04 Prozent entspräche. "Ein schlechter Witz", sagt er. Der DJV fordert 4,5 Prozent mehr Gehalt und mindestens 200 Euro für Jungredakteure und Volontäre. "Die Kollegen wollen ein schnelles Angebot und nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden", so Döhring.

Von BDZV-Verhandlungsführer Georg Wallraf heißt es, die Arbeitnehmervertreter hätten "bedauerlicherweise keine Kompromissbereitschaft erkennen lassen". Die Gewerkschaften würden starr auf ihren Forderungen beharren, so Wallraf. "Wir erwarten, dass sich die Arbeitnehmervertreter konstruktiv mit unserem Angebot auseinandersetzen, um bei der kommenden Verhandlungsrunde zielorientiert ge­meinsam an einer Einigung arbeiten zu können". Der nächste Verhandlungstermin steht am 9. April an.

 

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