Geldscheine © Chobe / photocase.com
Wirtschaftspläne genehmigt

BR und RBB erwarten für 2019 deutliche Fehlbeträge

 

Die Rundfunkräte von BR und RBB haben die Wirtschaftspläne für 2019 genehmigt. In beiden Fällen wird im kommenden Jahr von einem kräftigen Minus ausgegangen. Für die Zukunft erhoffen sich die Sender eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags.

von Alexander Krei
06.12.2018 - 17:11 Uhr

Der Haushalt des Bayerischen Rundfunks sieht für das kommende Jahr einen Fehlbetrag von 78 Millionen Euro vor, von dem nach Berücksichtigung von Investitionen, Abschreibungen und Pensionsrückstellungen in der Finanzrechnung ein planerischer Fehlbetrag von 21,3 Millionen Euro verbleibt. Aufwendungen in Höhe von 1,123 Milliarden Euro stehen erwartete Erträge im Umfang von 1,045 Milliarden Euro gegenüber.

Der Fehlbetrag könne mit den Mitteln aus der sogenannten Beitragsrücklage ausgeglichen werden, die die Anstalten bilden mussten, hieß es. Auch der RBB geht für 2019 von einem kräftigen Minus aus: Der Sender erwartet Erträge von 457,6 Millionen Euro, plant aber Aufwendungen von 542,2 Millionen Euro, sodass unterm Strich ein Fehlbetrag von 84,6 Millionen Euro steht, der ebenfalls durch die Rücklage ausgeglichen werden kann. Die Rundfunkräte von BR und RBB haben die jeweiligen Wirtschaftspläne genehmigt.

Zugleich wurde unisono der Wunsch nach einer Erhöhung des Rundfunkbeitrags geäußert. "Die aktuelle Höhe des Rundfunkbeitrags von 17,50 Euro entspricht längst nicht mehr dem realen Aufwand", sagte der BR-Rundfunkratsvorsitzende Lorenz Wolf. "Legt man die derzeitige Rücklagenentnahme auf die Höhe des monatlichen Beitrags um, dann werden heute real 18,35 Euro verausgabt. Diese Rücklage wird bis 2020 gänzlich erschöpft sein. Mit 17,50 Euro wäre der vorgelegte Wirtschaftsplan 2019 nicht realisierbar."

Wolf-Dieter Wolf, Vorsitzender des RBB-Verwaltungsrats: "Der RBB hat die Zeichen der Zeit erkannt und dreht an der Kostenschraube. Gleichzeitig investiert er weiter in seine Programme. Das wird ohne entsprechende Beitragsanpassungen zukünftig allerdings nicht mehr möglich sein." RBB-Intendantin Patricia Schlesinger erklärte, man brauche spätestens 2021 eine Erhöhung, "sonst sind Einschnitte bei Umfang und Qualität der Programme unausweichlich".

Teilen

Kommentarbereich anzeigen
Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport zum Sports-Update Dienstags: Neuigkeiten aus der Welt der Vermarkter und Agenturen zum Media-Update Mittwochs: Very british: Die News der Woche aus UK - präsentiert von ITV Studios Germany zum UK-Update Donnerstags: Die aktuellen Radio-Meldungen präsentiert von Radio NRW. zum Radio-Update Freitags: Die wichtigsten Medien-Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zum US-Update Samstags: Ulrike Klode schreibt, was sie in ihrer Serienwoche bewegt hat zu Meine Woche in Serie Sonntags: Fernsehkritiker Hans Hoff über Aufreger und Programmperlen zum Hoff zum Sonntag
Mit den Newslettern der DWDL.de-Redaktion sind Sie werktäglich bestens informiert. Für die Rundum-Versorgung abonnieren Sie einfach alle Angebote oder wählen den für Sie passenden Newsletter...
Name:
E-Mail:
Frage: 5 + 9 =

Ich möchte die folgenden Newsletter erhalten:
Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.