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Austria-Update vom 26. Februar

Romy-Nominierungen 2019, Verwirrung um "Profil"-Zukunft

 

Die Nominierten für den Film- und Fernsehpreis Romy stehen fest, auch viele Deutsche können sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Außerdem: "M" verliert viele Zuschauer, ORF streicht Stellen, die "Profil"-Zukunft ist unklar und Armin Wolf warnt vor einer Budget-Finanzierung des ORF.

von Timo Niemeier
26.02.2019 - 15:33 Uhr

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Mirjam Weichselbraun© ORF/Roman Zach-Kiesling
Die Romy feiert in diesem Jahr Jubiläum, am 13. April wird der Film- und Fernsehpreis des "Kurier" zum 30. Mal vergeben. Nun wurden die Nominierten für die anstehende Preisverleihung bekanntgegeben. Mit Christiane Paul, Caroline Peters, Matthias Schweighöfer, Frank Plasberg, Paula Beer, Nora Tschirner, Carolin Kebekus und Horst Lichter stehen auch wieder einige deutsche Vertreter auf der Liste. Weitere Nominierte in den verschiedenen Kategorien sind unter anderem Verena Altenberger, Proschat Madani, Fritz Karl, Nicholas Ofczarek, Robert Palfrader, Corinna Milborn, Herbert Prohaska und Armin Wolf. Alle Nominierten des Publikumspreises finden Sie auf Seite zwei. Die Gala wird am 13. April live ab 21:10 Uhr von ORF 2 übertragen, Mirjam Weichselbraun (Foto) moderiert. Zwei Tage vorher werden auch dieses Mal wieder die Akademiepreise vergeben, gewürdigt werden dabei die Stars hinter den Kulissen.

ORF© ORF
Der ORF streicht aufgrund der Digitalisierung im Nachrichtenbereich rund 20 Stellen. Die Kündigung bzw. Auflösung des Dienstverhältnisses von elf Mitarbeiters wurde auch schon beim Arbeitsmarktservice (AMS) angemeldet - dabei handelt es sich vor allem um ältere Mitarbeiter. Konkret kommt der ORF künftig ohne die insgesamt 20 Mitarbeiter aus, weil man an einer Automatisierung der Regieplatz-Steuerung in den Nachrichten- und Magazinsendungen arbeitet. Dies erfolge "im Rahmen der Unternehmensstrategie zur Digitalisierung der Produktions- und Distributionswege", so der ORF gegenüber der APA. Man wolle nun über einvernehmliche Trennungen beraten und einen Sozialplan verhandeln. Eine andere Meldung aus dem ORF betrifft die Reportage-Reihe "Dok.Eins", diese bekommt einen neuen Sendeplatz und ist ab dem 14. März immer donnerstags zur besten Sendezeit zu sehen. Insgesamt sind 34 neue Ausgaben geplant, die Hälfte davon Eigenproduktionen. Hanno Settele und Lisa Gadenstätter sind die Gesichter der Reihe.

Profil© VGN
Nach wie vor ist nicht klar, wie es mit dem VGN-Titel "Profil" weitergeht. Inzwischen verdichten sich aber die Anzeichen, dass der "Kurier" das Magazin in Zukunft übernehmen könnte, inhaltlich hat man ja ohnehin das Sagen. Wie der "Standard" berichtet, hat die "Kurier"-Gruppe die Übernahme des "Profil" am vergangenen Donnerstag bei der Wettbewerbsbehörde (BWB) beantragt, das stand so auch auf der Webseite der BWB. Kurz darauf verschwand der Hinweis dann aber schon wieder, derzeit will sich niemand zu dem Vorgang äußern. Der "Kurier" will "Profil" schon seit einiger Zeit komplett zurück haben, bislang aber ohne Erfolg. Zuletzt drängten VGN-Chef Horst Pirker und die Familie Fellner die Tageszeitung beim Magazin-Verlag heraus (DWDL.de berichtete).

Styria© Styria
Die Styria Media Group investiert weiter in ihr Geschäft in Osteuropa: Über die Beteiligungsgesellschaft Styria Media International hat man nun einen Minderheitsanteil an Feniks Media und OverNet in Slowenien übernommen. Feniks Media betreibt das Newsportal zurnal24.si, OverNet das größte Gesundheitsportal und -forum Sloweniens MedOverNet. Beide Portale gehören zu den größten Webseiten im Land. Schon bisher war Styria in Slowenien mit dem Marktplatzportal bolha sowie dem Jobportal mojedelo präsent. In einer Pressemitteilung heißt es, Styria Media International plant, in den kommenden drei Jahren die Beteiligungen zu erhöhen.

Armin Wolf© ORF/Thomas Ramstorfer
"ZiB 2"-Journalist Armin Wolf ist vom Branchenmagazin "Der Österreichische Journalist" jüngst als "Journalist des Jahres" ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede hat er eindringlich davor gewarnt, die Finanzierung der Sendergruppe umzustellen. Vor allem die FPÖ würde den ORF künftig wohl gerne aus dem Bundesbudget finanzieren. "Das wäre eine De-Facto-Verstaatlichung des öffentlichen Rundfunks. Unser Geldgeber wäre dann genau jene Regierung, über die wir jeden Abend kritisch berichten sollen. Fast genauso schlimm wäre, was mir fast wahrscheinlicher erscheint als die Budgetfinanzierung: Nämlich dass die Gebühren beibehalten werden, aber massiv gekürzt werden, weil ja die Regierungsparteien da irgendetwas vorweisen wollen", so Wolf. Man habe bereits 700 Mitarbeiter eingespart und fahre eine Sparrunde nach der nächsten. "Sehr viel kürzen kann man da einfach nicht mehr, ohne ganz brutal ins Programm zu schneiden oder massenweise Journalistinnen und Journalisten zu kündigen."

Österreich in Zahlen

M – Eine Stadt sucht einen Mörder© TV Now/Pertramer/Pichler/Superfilm
"M - Eine Stadt sucht einen Mörder" hat nach dem extrem starken Auftakt viele Zuschauer verloren. Die Folgen drei und vier erreichten am Mittwoch 328.000 und 341.000 Zuschauer in ORF eins, der Marktanteil lag damit bei nur noch elf Prozent. Zum Vergleich: Beim Auftakt schalteten im Schnitt noch mehr als 600.000 Menschen ein. Die beiden letzten Folgen der Serie erreichten dann schließlich noch 312.000 und 354.000 Menschen, hier wurden in der vergangenen Woche 11 und 13 Prozent Marktanteil ermittelt. "M" war also ein klarer Fall von "stark angefangen und stark nachgelassen".

Europa League© UEFA
Puls 4 hat mit dem Europa-League-Match zwischen Rapid Wien und Inter Mailand gute, aber keineswegs herausragende Quoten eingefahren. Die erste Halbzeit kam am Donnerstag auf 286.000 Zuschauer und weil dann recht schnell klar war, dass die Wiener keine Chance haben werden, ging die Reichweite während den zweiten 45 Minuten auf 246.000 zurück. Mit Marktanteilen in Höhe von 8,8 und 9,7 Prozent kann man aber natürlich trotzdem recht zufrieden sein.

ATV Logo© ATV
Bereits eine Woche vor dem Finale ist die 13. Staffel des ATV-Formats "Teenager werden Mütter" die erfolgreichste aller Zeiten. Die vorletzte Folge erreichte im Schnitt 199.000 Zuschauer und 14,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, auf Staffelsicht liegt der Mittelwert derzeit bei 12,5 Prozent - besser sah es für das Format noch nie aus. Außerdem startete auch die neue Dokusoap "Tara - mit Hirn, Charme und Melonen" mit guten Quoten, die neue Sendung erzielte 8,8 Prozent bei den 12- bis 49-Jährigen und lag damit deutlich über dem Senderschnitt.

Auf Seite 2 finden Sie eine Liste mit allen Nominierten für die Romy 2019.

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