Haus 10 NDR © NDR
Zweites Gebäude betroffen

Nächster Asbest-Fund beim NDR in Hamburg-Lokstedt

 

Nach den Asbest-Funden in einem Hochhaus des NDR in Hamburg-Lokstedt wurde nun auch in einem anderen Gebäude des Senders Asbest gefunden. Einige Büros wurden bereits geschlossen, Raumluftmessungen sollen nun das genaue Ausmaß bestimmen.

von Timo Niemeier
13.04.2019 - 11:15 Uhr

Erst im November sind im NDR-Hochhaus in Hamburg-Lokstedt Asbestspuren gefunden worden. Weil der inzwischen verbotene Stoff dort so umfänglich genutzt wurde, wird der NDR das Haus abreißen und neu bauen lassen (DWDL.de berichtete). Nach DWDL.de-Informationen gibt es neben dem Hochhaus (Haus 11) nun aber auch in einem weiteren Gebäude des NDR Probleme mit Asbest. So sind entsprechende Spuren auch in Haus 10 gefunden worden, das grenzt direkt an das Hochhaus an. Beide Gebäude sind über eine Brücke verbunden.

Ein Gutachter hatte das Haus 10 Mitte März unter die Lupe genommen. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor und belegen: Auch hier wurde beim Bau mit Asbest gearbeitet. Anders als beim Hochhaus ist es in Haus 10 aber offenbar gebunden, also in Putzen und Spachtelmassen. "Das macht diesen Stoff nicht weniger gesundheitsschädlich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, hohe Konzentrationen von Asbestfasern in der Raumluft zu finden, deutlich geringer", heißt es vom NDR im Intranet.

Von DWDL.de auf die neuen Asbest-Funde angesprochen, erklärt ein NDR-Sprecher, dass vorgenommene Raumluftmessungen ergeben hätten, dass die Räume nicht mit Asbestfasern belastet seien. Die Raumluftmessungen sind nach DWDL.de-Informationen aber noch gar nicht abgeschlossen: In der kommenden Woche soll es weitere Ergebnisse geben, erst in dieser Woche wurden neue Messgeräte aufgestellt. "Es gibt kontinuierlich Raumluftmessungen, deren Ergebnisse veröffentlicht werden, sobald diese vorliegen", heißt es dazu vom NDR. Notwendige Maßnahmen werde man "zu gegebener Zeit veranlassen".

Dass die Sache durchaus ernst ist, beweist die Tatsache, dass der NDR bereits vereinzelt Büros geschlossen hat. So kam bereits Mitte März an zwei Stellen der Verdacht auf ungebundenes Asbest auf. Infolgedessen wurden drei Räume auf der Brücke zwischen Haus 10 und 11 für die Mitarbeiter gesperrt. Diese Entscheidung sei richtig gewesen, weil sich der Verdacht bestätigt habe, heißt es im NDR-Intranet. Ein betroffener Flurabschnitt im Keller wurde ebenfalls geschlossen, ist inzwischen aber bereits saniert und wieder freigegeben.

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