Amazon Prime Video © Amazon
Wettbewerbsnachteil von Prime Video behoben

Streaming-Deal: Amazon und YouTube begraben Kriegsbeil

 

Über die Details des Deals schweigen beide Parteien, aber für die Nutzer ihrer Angebote endet in den kommenden Monaten ein Ärgernis: YouTube-Apps werden auf den Fire TV-Sticks von Amazon nutzbar, Prime Video wiederum auf Googles Chromecast und Android TV.

von Thomas Lückerath
18.04.2019 - 23:37 Uhr

Einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber Netflix konnte Amazon jetzt also aus dem Weg räumen: Bislang konnten Nutzer von Chromecast, der günstigen Smart-TV-Erweiterung von Google, sowie Besitzer von Fernsehern mit Android TV zwar Netflix nutzen und in Deutschland z.B. auch Sky Ticket, Maxdome und TV Now, die öffentlich-rechtlichen Mediatheken und DAZN. Doch Prime Video, das SVoD-Angebot von Amazon fehlte jedoch.



Grund dafür war ein andauernder Machtkampf der beiden Unternehmen, der sich im Gegenzug mit dem Fehlen von YouTube-Apps auf den FireTV-Geräten von Amazon ausdrückte. In den kommenden Wochen wird sich das nun ändern, wie die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung am Donnerstag mitteilen. Zu welchen Konditionen man sich geeinigt hat und wer hier wem letztlich den größeren Gefallen getan hat, kann nur spekuliert werden.

"Wir freuen uns sehr, mit Amazon zusammenzuarbeiten, um die offiziellen YouTube-Apps weltweit auf Fire-TV-Geräten  zu starten", sagte Heather Rivera, Global Head of Product Partnerships bei YouTube. "Wenn wir unser Flaggschiff-YouTube-Erlebnis bei Amazon Fire TV einbringen, haben unsere Nutzer noch mehr Möglichkeiten, die von ihnen geliebten Videos und Gestalter anzusehen." Neben der regulären YouTube-App sollen - noch einmal etwas später - auch die eigenständigen YouTube TV- und YouTube Kids-Apps auf den Amazon-Geräten verfügbar sein.

Andrew Bennett, Leiter Business Development bei Prime Video, ergänzt: "Wir freuen uns, die Prime Video-App für Chromecast- und Android-TV-Geräte anbieten zu können und unseren Kunden einen bequemen Zugang zu den von ihnen bevorzugten Shows und Filmen zu ermöglichen." Einen genauen Zeitplan nannten die beiden Unternehmen nicht.

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