Streik beim WDR © Ver.di im WDR
Tarifstreit

Warnstreik beim WDR: "Moma" erstmals aus der Konserve

 

Wer am Dienstagmorgen zwischen 7 und 8 Uhr das "Morgenmagazin" im Ersten einschaltete, bekam nur eine Wiederholung der Stunde zuvor zu sehen. Schuld ist ein Warnstreik beim WDR, der noch den ganzen Tag andauern wird. Weitere Auswirkungen aufs Programm sind also zu erwarten.

von Uwe Mantel
09.07.2019 - 09:00 Uhr

"Wir kommen zu einer Premiere im ARD-Morgenmagazin", sagte Sven Lorig um kurz vor 7 Uhr am Morgen und erklärte gemeinsam mit Moderationskollegin Anja Bröker, dass die kommende Stunde zwischen 7 und 8 Uhr nicht live ausgestrahlt werde, sondern dass es stattdessen eine Aufzeichnung der vorherigen 60 Minuten gebe. Es war der erste Moment, an dem die Zuschauer die konkreten Auswirkungen des Warnstreiks im WDR spürten, zu dem die Gewerkschaften ver.di und DJV für den heutigen Dienstag aufgerufen haben.

Hintergrund sind die Tarifverhandlungen beim WDR, die am Donnerstag in die nächste Runde gehen. Aus Sicht der Gewerkschaften hat der WDR ein "völlig unzureichendes Angebot" vorgelegt. Konkret sieht dieses Angebot eine Lohnerhöhung um 1,7 Prozent ab dem 1. April 2019 und weitere 1,9 Prozent ab dem 1. April 2020 vor. Das wäre deutlich weniger als der Abschluss im öffentlichen Dienst, mit Erhöhungen von jeweils knapp über 3 Prozent für 2019 und 2020. "Die Tarifsteigerungen im WDR  haben sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert. Es gibt keinen Grund das jetzt zu ändern", sagt DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah. Die offizielle Forderung geht mit einer Gehaltserhöhung von 6 Prozent bezogen auf 12 Monate allerdings noch weit darüber hinaus. Mehr zu den Forderungen hat ver.di in einem Video zusammengefasst:

Gegenwind gibt's auch für die WDR-Forderung, den "besonderen Steigerungsbetrag" zu streichen oder ihn nur alle drei statt zwei Jahre gewähren. Dieser garantiert bislang ein weiter steigendes Einkommen, wenn man die höchste Gehaltsstufe erreicht hat. Außerdem sollen Freie Mitarbeiter im tagesaktuellen Bereich zugunsten von Kolleginnen und Kollegen, die längere Stücke herstellen, auf Erhöhungen verzichten. Diese differenzierte Steigerung der Honorare, bei der längere künstlerisch-journalistische Werke bevorzugt werden sollen, hatte der WDR schon 2017 gefordert, aber nicht durchgesetzt.

Die Streikkundgebung ist für 10:15 Uhr vor dem Vierscheibenhaus angesetzt, ab 12 Uhr sollen Aktionen in unterschiedlichen Abteilungen stattfinden, Details dazu sind bislang aber nicht bekannt. Ob und inwieweit weitere Sendungen des WDR am heutigen Tage vom Streik betroffen sein werden, ist bislang nicht bekannt.

Update 10:55 Uhr: Weitere Auswirkung: Innerhalb von "WDR Aktuell" um 12:45 Uhr entfällt aufgrund des Warnstreiks der Sportblock.

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