WDR © WDR/Herby Sachs
Keine Kopplung an öffentlichen Dienst

WDR weist Forderungen der Gewerkschaften zurück

 

Mit einem ganztägigen Warnstreik am Dienstag wollen die Gewerkschaften Druck auf den WDR in den laufenden Tarifverhandlungen ausüben. Der WDR betont unterdessen, man müsse ein Ergebnis auch gegenüber den Beitragszahlern vertreten können

von Uwe Mantel
09.07.2019 - 13:09 Uhr

Eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent für feste und freie Mitarbeiter fordern die Gewerkschaften ver.di und DJV für die Angestellten des WDR unter anderem und damit erheblich mehr, als der Sender bislang in den Tarifverhandlungen angeboten hat. Hier liegt das Angebot bislang bei 1,7 Prozent ab April 2019 und weitere 1,9 Prozent ein Jahr später. Um vor der nächsten Verhandlungsrunde am Donnerstag Druck auf den WDR auszuüben, haben die Gewerkschaften für den heutigen Dienstag beim WDR zum Warnstreik aufgerufen, der auch schon erste Auswirkungen aufs Programm hatte.

WDR-Verwaltungsdirektorin Katrin Vernau betonte trotzdem, dass der Spielraum des WDR begrenzt sei. "Jedes Ergebnis, auf das wir uns mit den Gewerkschaften einigen, müssen wir vor den Beitragszahlern vertreten können. Deshalb können wir nur ein Angebot vorlegen, das in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen bleibt. Eine Tarifsteigerung entsprechend der Forderungen der Gewerkschaften hätte weiteren Personalabbau und Einschnitte im Programm zur Folge."

Die Aussage von DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah, dass die Tarifsteigerungen im WDR  sich in der Vergangenheit immer am öffentlichen Dienst orientiert hätten und es keinen Grund gebe, das jetzt zu ändern, will Vernau ebenfalls nicht gelten lassen. Anders als im öffentlichen Dienst habe der WDR in den vergangenen Jahren keine stark steigenden Einnahmen gehabt sagt sie unter Verweis auf den stagnierenden Rundfunkbeitrag. Der WDR baue derzeit 500 Stellen ab und unternehme weitere Kostenreduktionen, um seine Finanzen im Griff zu halten, so Vernau.

Unterdessen sorgt eine Rundmail von Jochen Rausch, der für 1Live, WDR 2 und WDR 4 zuständig ist, bei den Gewerkschaften für Empörung. Er weist darin darauf hin, dass die Moderatorinnen und Moderatoren sich nicht inhaltlich zum Streik äußern sollen. "Nicht die Gewerkschaften sondern einzig und allein der WDR hat die Programmverantwortung und entscheidet, inwieweit Streiks gegen den WDR zu Programminhalten werden. Konkret: Wenn wir uns in den Programmen zu dem Thema äußern, dann nur auf Ansage von programmverantwortlichen Redakteur*innen", zitiert ver.di aus der Mail. David Jacobs, Vorsitzender von ver.di im WDR, hält dagegen: Die Forderung, "Berichterstattung über Tarifauseinandersetzungen 'in eigener Sache' unter dem Deckmantel der 'Neutralität' zu unterlassen", sei im Sinne der Rundfunkfreiheit nicht hinnehmbar.

Update 13:58 Uhr: Der WDR stellt im Zusammenhang mit der Mail von Jochen Rausch klar, dass dieser eine Berichterstattung nicht ausgeschlossen, sondern lediglich darauf hingewiesen habe, dass die Entscheidung darüber – wie bei allen anderen Programminhalten – den sendeverantwortlichen Redaktionen vorbehalten sei und sich Moderatorinnen und Moderatoren nicht über deren Programmverantwortung hinwegsetzen sollten.

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